Angebote für Kinder und Jugendliche Am Schulplatz in Meinerzhagen

Mühsamer Neustart im Jugendzentrum

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Bitte immer die Hände desinfizieren: Leiterin Silke Stöhr (links) und Erzieherin Mara Güntner kümmern sich um den Neustart im Jugendzentrum nach der Corona-Pause.

Meinerzhagen – Nach der mehrwöchigen Corona-Pause verläuft der Neustart im Jugendzentrum am Schulplatz mühsamer als gedacht. Seit drei Wochen ist die Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche wieder geöffnet – und vom Betrieb vor der Pandemie immer noch ein ganzes Stück weit entfernt.

Warum das so ist, erklärt Jugendzentrumsleiterin Silke Stöhr: "Am einfachsten ist es dienstags und mittwochs von 14 bis 15.30 Uhr während des Kinderprogramms. Beim Spielen erfahren die Jungen und Mädchen ab sechs Jahren schnell und unkompliziert Begegnung und Gemeinschaft.“  Das gilt auch für den Freitagnachmittag, an dem gerade wieder das Kreativangebot für Kinder ab acht Jahren startet. Dennoch gilt auch beim Kinderprogramm: Es ist noch reichlich Platz vorhanden. Interessierte Eltern können den Nachwuchs ohne Probleme telefonisch für das Programm anmelden. 

Der Kontakt zu Jugendlichen ist schwierig

Schwieriger gestaltet sich der Kontakt zu den Jugendlichen. „Viele haben gedacht, nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen gibt es einen richtigen Ansturm auf die Jugendeinrichtungen. Das ist nicht so“, informiert Silke Stöhr. Ihre Vermutung: Schüler und Auszubildende haben sich in der Corona-Hochzeit daheim eingeigelt. Das Internet mit seinen vielen Spielangeboten und sozialen Netzwerken hat dabei die Kontakte nach draußen mehr und mehr ersetzt. Diese Gruppe früherer Besucherinnen und Besucher jetzt zu erreichen, ist nicht leicht. 

Regelbetrieb wird wieder aufgenommen

Hinzu kommt, dass es neben der bislang eingeschränkten Öffnungszeit – gestern war geschlossen, und ab kommenden Montag gilt wieder der Regelbetrieb wochentags von 14 bis 21 Uhr – weitere einschränkende Hygieneregeln zu beachten gibt. Dazu zählt am Eingang das Desinfizieren der Hände, die Angabe von Name, Adresse und Besuchszeit sowie das Tragen von Schutzmasken im Bereich der Flure. Letzteres ist nötig, weil hier das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann. „Vor allem die Abstandsregel steht dem Interesse unserer Gäste nach Gemeinschaft entgegen“, hat Silke Stöhr festgestellt.

Abstandsregel gilt

So wird es auch in der nächsten Zeit keine Treffen der Mädchen- und Jungengruppe geben. Die gemeinsame Nutzung der Küche entfällt ebenfalls. Im Angebot sind nur verpackte Snacks wie Müsliriegel und Getränke in Flaschen. „Unter diesen Umständen kommen Jugendliche lieber nach Absprache im privaten Kreis zusammen“, vermutet die Jugendzentrumsleiterin. Deutlich mehr Freiheit herrscht bereits im Außenbereich der Begegnungsstätte. Basketball und Fußball sind wieder möglich. Das ist sehr gut angekommen. Tischtennis und Bewegungsspiele gibt es im großen Gruppenraum des Hauses. In allen Räumen kann auf das Tragen des Mund-Nasenschutzes verzichtet werden; es gilt aber die Abstandsregel. 

Werbung für den Treffpunkt für Kinder und Jugendliche

Während der Sommerferien ist das Jugendzentrum nur in der Zeit vom 6. bis zum 17. Juli geschlossen. Mit Beginn des neuen Schuljahrs will Silke Stöhr dann richtig durchstarten. Über Instagram, die Fanpage auf Facebook und die Homepage wird dann umfassend über die Angebote im Haus informiert. Zusätzliche Werbung verspricht sich die engagierte Organisatorin von einem Männchen namens Gustav. Es steht mit seinem Bauchladen voller Spiel- und Bastelangebote täglich im Bereich der Fußgängerzone Zur Alten Post vor dem Eiscafé Cortina. „Wenn die Gäste nicht zu uns kommen, dann kommen wir zu ihnen“, beschreibt Silke Stöhr das vor allem bei Kindern schon sehr beliebte Selbstbedienungsangebot. 

Neben den Corona-Folgen hat die Jugendeinrichtung zusätzlich ein Personalproblem. Ein langjähriger Mitarbeiter ist krankheitsbedingt ausgefallen. Erzieherin Mara Güntner hat daher in den letzten Monaten in der Einrichtung mitgearbeitet. Ihr Vertrag endet jedoch demnächst. „Die vakante Stelle für eine neue Fachkraft wurde jetzt endlich ausgeschrieben“, berichtet Silke Stöhr. Damit dürfte das Jugendzentrum bald wieder in bewährter Personalstärke für alle Meinerzhagener Kinder und Jugendlichen da sein.

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