„Bergisches Anlassen“ am 8. April

Motorradverbot auf L707: Biker planen Korso und Kundgebung

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In der sogenannten Applauskurve, aber auch in weiteren Abschnitten, brachten die Maßnahmen, welche die L 707 als Rennstrecke unattraktiv machen sollten, keinen Erfolg.

Valbert/Herscheid - „Wir haben den Landesbetrieb Straßen.NRW mit der Anbringung der Verbotsschilder für die Motorradfahrer beauftragt. Zum geplanten Termin, dem 1. April, wird das erfolgt sein.“ Diese Aussage von Dirk Kersenbrock vom Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises gegenüber der MZ macht es deutlich: die Umsetzung des Fahrverbotes für Motorräder in der Zeit vom 1. April bis Ende Oktober wird für den Streckenabschnitt von der Abfahrt Robert-Kolb-Turm bis zum Parkplatz vor der Ausfahrt Reblin erfolgen.

Bekanntgegeben hatte man die Entscheidung zu Beginn des Jahres, nachdem zuvor zahlreiche Gespräche mit den Teilnehmern des sogenannten „Runden Tisches Motorradlärm“ (zu ihnen zählte auch der BVDM) zur Suche anderer Lösungen stattfanden. 

Mehrere Gründe, unter anderem die steigende Zahl von Unfällen, die zunehmende Lärmbelästigung für Anwohner sowie die Lage der Strecke im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, hatte dazu geführt.

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Besonders die Tatsache, dass die Maßnahmen, welche die L 707 als Rennstrecke unattraktiv machen sollten, keinen Erfolg brachten. „Wir haben den Parkplatz gesperrt, Rüttelstreifen in die Fahrbahn einbauen lassen, Haltverbotsschilder aufgestellt und zuletzt die sogenannten Mittelschwellen in der Fahrbahnmitte der Applauskurve angebracht. 

Das alles hat nicht zum gewünschten Erfolg geführt“, erläuterte damals die zuständige Fachbereichsleiterin Jutta Heedfeld bei der Bekanntgabe.

Mit seiner Veranstaltung „Bergisches Anlassen“ am 8. April möchte nun der BVDM nochmals ein Zeichen gegen die Maßnahme setzen. Nach einem Bikerfrühstück und einem Gottesdienst soll ein Motorrad-Korso mit der dafür notwendigen Genehmigung ausgestattet und unter polizeilicher Begleitung zum außerhalb des Sperrbereiches liegenden Parkplatz, kurz hinter der Zufahrt zur Ortslage Reblin, führen. 

Dort wird es eine Kundgebung geben. Michael Wilczynski vom BVDM erklärte dazu der MZ auf Nachfrage, „dass es nicht um eine Provokation gehen soll. Man habe für die betroffenen Anwohner Verständnis, gehe aber aus Erfahrung davon aus, dass hier eine Minderheit die Sanktionen verursacht hat“.

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