Motorradgottesdienst lockt hunderte Besucher

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Die Lüdenscheider Coverband „MAF“ begleitete das Treffen musikalisch mit rockigen Rhythmen. ▪

VALBERT ▪ Wieder einmal gut besucht war am Sonntagmorgen der Biker-Gottesdienst am Haus Nordhelle. Rund 250 Besucher mit und ohne Motorrad waren der Einladung der „Biker´s-Church Westfalen“ gefolgt und wurden von Motorradpastor Klaus Reuber begrüßt.

Bereits um 10 Uhr hatten sich viele zum gemeinsamen Frühstück eingefunden. Wie immer wurden Kaffee und Kuchen, Getränke und Gegrilltes angeboten. Zum zweiten Mal begleitete die Lüdenscheider Coverband „MAF“ das Treffen und den Gottesdienst musikalisch. Und ebenfalls zum zweiten Mal wurde die Predigt von Pastor Dirk Grzegorek aus Werdohl gehalten. Sein Thema war die „Sozialpornografie“, die alltäglichen Pseudo-Doku-Soaps des Privatfernsehens. Diese „Dramen zwischen Fakt und Fiktion“ seien bestens geeignet Klischees zu transportieren. Grzegorek nannte Beispiele dafür, wie persönliche, familiäre und soziale Probleme und die damit konfrontierten Menschen dem Voyeurismus und den Urteil der Öffentlichkeit preisgegeben würden.

„Glotzen, tratschen, überheblich zurücklehnen und den Kopf schütteln“ sei allerdings nicht das angemessene Verhalten, wenn man den Schicksalsmomenten anderer, ihren unterschiedlichen Lebens- und Sichtweisen begegne. Hier sei nicht Effekthascherei und Verurteilung, sondern Ruhe und Bestimmtheit, das persönliche, nach vorn gerichtete Gespräch angeraten. Eine Passage aus dem Johannesevangelium, in der Jesus von Schriftgelehrten und Pharisäern gefragt wird, ob eine Ehebrecherin gesteinigt werden muss, zeige in „Stecknadelaugenblicken“ ein solch angemessenes Verhalten.

Die Kollekte werde der Ostafrikahilfe zufließen, sagte Pastor Klaus Reuber, und zwar zu gleichen Teilen der Diakonie Katastrophenhilfe und der Kindernothilfe. Angesichts der großen Not, bitte er diesmal nicht um Kleingeld, sondern um Scheine, betonte der Motorradpastor, und weiter: „Lasst uns aus unserer Fülle geben!“

Luitgard Müller

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