Zukunftspläne: Neue Moschee mit Minarett und Kuppel 

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Der Moschee-Komplex am Siepener Weg. Der Bereich mit dem Flachdach (links) ist marode. Hier soll ein Abbruch erfolgen, anschließend könnte dort die neue Moschee entstehen.

Meinerzhagen - Der Moscheeverein der Meinerzhagener Ditib-Gemeinde hat einen neuen Vorstand. Und der fasste direkt nach seiner Konstitution einen zukunftsweisenden Beschluss: In der Volmestadt soll eine neue Moschee mit Minarett und Kuppel gebaut werden.

Dazu, so erste Überlegungen, soll das Grundstück am Siepener Weg genutzt werden, auf dem auch die jetzigen Gebetsräume untergebracht sind. Osman Batgün steht nun an der Spitze des Vereines. Der Meinerzhagener ist 38 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Der Mechatronik-Ingenieur ist als Sachkundiger Bürger auch Mitglied der heimischen SPD-Fraktion. Batgün erläuterte gestern, dass der gesamte Moschee-Komplex am Siepener Weg verändert werden soll. Dazu gebe es erste Überlegungen. Die genauen Planungen soll jetzt ein Architekt übernehmen. „Um das Projekt umsetzen zu können, müssten wir auch eine Bebauungsplanänderung beantragen“, erläuterte er. Sobald die Pläne fertig sind, soll das geschehen. 

Bei geschätzten Investitionskosten zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro könnte Baubeginn – vorbehaltlich der Zustimmung des Rates – Anfang 2020 sein. Das Geld für den teilweisen Neubau und die Sanierung des Altbestandes müssten übrigens die Gemeindemitglieder aufbringen. Was am Siepener Weg entstehen soll, erläuterte Osman Batgün gestern: „Der marode Flachdach-Bereich würde abgerissen und Platz für die neue Moschee machen. Deren genaue Größe steht noch nicht fest. Dazu müssen auch noch Vorgespräche mit der Stadt geführt werden.“ Das Gebäude soll auch ein Minarett, also einen Turm, mit einer Kuppel bekommen. 

Aus dem 2001 gebauten Haus auf dem Gelände am Siepener Weg, neben den jetzigen Gebetsräumen, würde die Frauenmoschee ausgelagert und in den Neubau einziehen. Den freien Platz könnten altersgerechte Wohnungen füllen. „Das war in unserer Gemeinde ein oft geäußerter Wunsch“, erläutert Batgün. 

Und noch weitere Einrichtungen würden dann zur Verfügung stehen: „Cafeteria, Jugendraum und Küchenbereich“, schildert Batgün die Überlegungen, die der Vorstand angestellt hat. Diese Sozialräume gab es zwar bisher auch schon, nach Neubau und Sanierung würden die Nutzer allerdings deutlich bessere Verhältnisse vorfinden. Und auch das geistliche Oberhaupt der Gemeinde, der Hodscha, könnte sich – sollten die Pläne realisiert werden – über eine neue Wohnung freuen, denn er lebt im rückwärtigen, alten Moschee-Komplex.

„Wir überlegen in diesem Zusammenhang auch, ob wir das Einfamilienhaus, das wir an der Rückseite des Komplexes erworben haben, abreißen“, informiert der Vorsitzende. Wenn die Phase vorüber ist, in der das Konzept erarbeitet wird, kommt der Vorstand schließlich noch einmal zusammen. „Dann wird erneut abgestimmt, ob das alles so realisierbar ist“, erklärt Batgün. Erst danach würde die Baugenehmigung beziehungsweise die Änderung des Bebauungsplanes beantragt. 

Den Vorstand des Moschee-Vereines Meinerzhagen bilden nach den Wahlen jetzt neben Osman Batgün seine beiden Stellvertreter Abdulhadi Yasar (2, Vorsitzender) und Sevim Cakir (2. Vorsitzende), Mehmet Özdemir (Schriftführer), Mustafa Gündogan (Kassenführer) und Halil Kilic (Beisitzer). Diese sechs Personen wurden allgemein gewählt. Hinzu kommen die von ihren Ausschüssen ebenfalls per Wahl bestimmten Vertreter Mehmet Durmaz (Jugendausschuss), Sultan Aygün (Frauenausschuss) und Mehmet Akbal (Elternbeirat).

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