Qualitätsanalyse am Evangelischen Gymnasium

In der kommenden Woche findet am Evangelischen Gymnasium eine Qualitätsanalyse statt. ▪ Archivfoto: van de Wall

MEINERZHAGEN ▪ In der kommenden Woche findet am Evangelischen Gymnasium in Meinerzhagen eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Qualitätsanalyse, kurz QA, statt. Das Meinerzhagener Gymnasium ist nicht das erste, das sich dieser Prüfung unterzieht. Seit der Einführung der Qualitätsanalyse im Jahr 2006 wurden mehr als ein Drittel aller öffentlichen Schulen im Schulbezirk Arnsberg von der Bezirksregierung untersucht. Jetzt wird auch das Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der evangelischen Kirche von Westfalen von Qualitätsprüfern besucht.

Von Wibke Schumacher

Von Montag bis Donnerstag werden ausgebildete Prüfer 20-minütige Unterrichtsbesuche durchführen, mit Schülern, Lehrern und Eltern sprechen und dabei verschiedene Bereiche des Schulbetriebs näher analysieren. Hierbei geht es nicht um die Bewertung einzelner Lehrkräfte und deren Fachkompetenzen, sondern um eine Bestandsaufnahme der Schule als Ganzes. So sollen Stärken und Schwächen deutlich gemacht und Verbesserungsvorschläge entwickelt werden.

Am 20. September stellte der Leiter der für das Gymnasium zuständigen QA-Kommission Dr. Gather das Konzept der Qualitätsanalyse allen interessierten Eltern, Schülern und Lehrern in der Aula auf dem Bamberg vor. Er wird mit seinem Team versuchen, mindestens 50 Prozent der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht zu besuchen. Dabei wird vor allem auf die Umsetzung der Lehrpläne und die Gestaltung der Schulstunden geachtet.

Um einen Eindruck der Schule als Ganzes zu bekommen, bewerten die Prüfer jedoch nicht nur die Unterrichtsstunden. Besonders „unter die Lupe genommen“ wird auch die Schulkultur, also die Atmosphäre zwischen den Schülerinnen und Schülern, ihr Umgang miteinander und das Gebäude, in dem sie lernen. Weitere Qualitätsbereiche, die am Gymnasium getestet werden sollen, sind die erzielten Ergebnisse der Schule, die Kompetenzen der Schulleitung, die Professionalität der Lehrer und die Zufriedenheit aller, die am Schulleben beteiligt sind. Mit in die Bewertung fließen auch Besonderheiten der Schule ein. In diesem Bereich stechen am Evangelischen Gymnasium zum Beispiel die kulturellen Angebote in Form von Schulchören, Orchestern und der Theatergruppe heraus.

Da das Gymnasium einen evangelischen Schwerpunkt hat, kommt ein spezieller letzter Qualitätsbereich hinzu: Das Evangelisch-Diakonische Profil. Die Prüfer der QA betrachten hier die besonderen Angebote, wie die regelmäßigen Schulgottesdienste und das Diakonische Praktikum in der 12. Klasse.

Nach den vier Prüfungstagen, an denen der Schulbetrieb ganz normal weiterläuft, wird ein erstes Zwischenergebnis mit der Schulleitung besprochen und nach einer Bearbeitungszeit durch genauere Ergebnisse ergänzt. So kommt am Ende ein Qualitätsprofil zustande, aus dem Verbesserungsmöglichkeiten hervorgehen, aber auch die bereits vorhandenen Stärken der Schule hervorgehoben werden. Die Schulleitung wird die bei der Qualitätsanalyse gewonnenen Ergebnisse in einer Schulkonferenz der Schulöffentlichkeit vorstellen. Über die verschiedenen Entwicklungsmaßnahmen und Verbesserungsvorschläge wird dann in ein paar Monaten konferiert und entschieden. Für das Evangelische Gymnasium ist diese Analyse vor allem eine Chance, die vorhandenen Stärken auszubauen, sowie für den zukünftigen Weg neue Ideen zu entwickeln.

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