Möglichkeiten für Lister- und Biggesee

Der Bigge- und Listersee soll endlich aus seinem „Dornröschen-Schlaf“ erwachen.

MEINERZHAGEN ▪ Attraktives Erlebnisgebiet mit Bade- und Wassersportmöglichkeiten oder Erholungsort mit unverwechselbarer Natur und Landschaft: Bigge- und Listersee könnten beides sein. Doch die Realität sieht anders aus. Die großen Potentiale, die die Seen bieten, werden bisher kaum genutzt. Das soll jetzt anders werden

Mit Hilfe der Regionale 2013 soll sich dies ändern. Wie ein „Naturerlebnisgebiet Biggesee/Listersee“ aussehen kann, wird am Donnerstag, 15. April, um 19 Uhr in der Stadthalle Olpe aufgezeigt.

Vor rund zwei Wochen wurde das Regionale-Projekt „Naturerlebnisgebiet Biggesee/Listersee“ mit dem zweiten Stern ausgezeichnet. Diese Wertung unterstreicht, dass das Projekt sich in den vergangenen Monaten deutlich weiterentwickelt hat. Das Landschaftsarchitekten-Büro „WGF“ aus Nürnberg hat ein Gesamtkonzept mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen entwickelt, wie das Gebiet rund um den Bigge- und Listersee zu neuem Leben erweckt werden kann. Zeitgleich hat die studentische Unternehmensberatung „study&consult“ eine Bürgerbefragung durchgeführt: Wie sehen die Anwohner ihre Seen und was muss sich verbessern? 853 Menschen aus Olpe, Attendorn, Drolshagen und Meinerzhagen wurden befragt, die Daten nun vollständig ausgewertet. Die Ergebnisse und Entwicklungen sollen jetzt am 15. April den Bürgerinnen und Bürgern in der Olper Stadthalle vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden.

Angekündigt haben sich für den Abend bereits Frank Beckehoff (Landrat Kreis Olpe), Barbara Dienstel-Kümper (Kreisdirektorin Märkischer Kreis) sowie die Bürgermeister der beteiligten Kommunen: Horst Müller (Olpe), Theo Hilchenbach (Drolshagen), Erhard Pierlings (Meinerzhagen) und Wolfgang Hilleke (Attendorn). Auch die Landespolitik ist vertreten: Achim Dahlheimer (NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr) sowie Dr. Martin Michalzik (NRW-Ministerium für Umwelt und Naturschutz) haben ihr Kommen zugesagt. Von der Südwestfalen Agentur, die den Regionale-Prozess steuert, nehmen die Geschäftsführer Dirk Glaser und Hubertus Winterberg an der Veranstaltung teil.

Im Vorfeld der Bürgerversammlung treffen sich ab 16 Uhr mehr als 100 Kommunalund Kreispolitiker zu einer „schwimmenden Projekt-Konferenz“ auf dem Biggesee. An Bord eines Schiffes werden die geplanten Maßnahmen und die Ergebnisse derBefragung vorgestellt. „Wir hätten natürlich auch die Bürgerversammlung gerne im Rahmen einer Schifffahrt abgehalten, nur leider hätte das Platzprobleme geben“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

51 Maßnahmen wurden bisher für die Umgebung rund um den Bigge- und Listersee entwickelt. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei Sondern als zentralem Anlaufpunkt zu. Ob Bahnsteig, Parkplatz oder Gehwege zum See – für Besucher ergibt sich dort derzeit ein trostloses Bild. Das neue Konzept mit seinen Maßnahmen bietet die Chance, den See und die Anrainer-Kommunen wieder zu einem attraktiven und beliebten Anlaufpunkt zu machen. Davon würde nicht nur der Tourismus profitieren, sondern vor allem auch die Bewohner der Städte und Orte rund um Bigge- und Listersee. Für dieses Ziel arbeiten die verschiedensten Akteure zusammen: Die Anrainer-Kommunen, der Märkische Kreis, der Kreis OIpe, die Südwestfalen Agentur, die Biggesee GmbH, der Ruhrverband und die Forstverwaltung – schließlich sitzen alle zusammen im selben Boot.

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