„Möge diese Zeitung weiter ein Glücksfall bleiben“

MZ-Verleger Dr. Dirk Ippen.

Die Nr. 1 der Meinerzhagener Zeitung erschien am 19. September 1911. Herausgegeben wurde sie vom Buchdrucker Walther Kämper mit der löblichen Absicht, auch die Bürger von Meinerzhagen und Umgebung besser mit örtlichen Nachrichten zu versorgen.

Die Gründung einer eigenen Tageszeitung für das damals doch noch recht kleine Meinerzhagen war ein mutiger Schritt zur richtigen Zeit. Meinerzhagen befand sich im Aufschwung. Seit dem 1892 erfolgten Anschluss an das Schienennetz der Eisenbahn waren eine ganze Reihe neuer Fabriken entstanden, darunter das heutige Weltunternehmen Otto Fuchs, das auch schon sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte.

Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum unserer Zeitung blicken wir mit Dankbarkeit auf die Leistung des Zeitungsgründers, seiner Nachfolger und aller Mitarbeiter in Verlag und Redaktion zurück, die es möglich gemacht haben, dass die Zeitung eine so lange blühende Entwicklung nehmen konnte. So ist es nicht übertrieben, von heute aus gesehen, die damalige Zeitungsgründung als Glücksfall zu bezeichnen.

Ein Glücksfall war es auch, dass die Zeitung nach Unterbrechung am Ende des Krieges und in der ersten Nachkriegszeit im Oktober 1949 wieder erscheinen konnte. Seither ist die Auflage der MZ ständig gestiegen. Auch im Verbund mit den anderen Lokalzeitungen des Altkreises Altena mit der Zentrale in Lüdenscheid ist sie eine echte Lokalzeitung geblieben, die einzige, die es heute noch im oberen Volmetal gibt.

Dass die Zeitung zusammen mit den anderen Zeitungen des Lüdenscheider Verbundes auch in Meinerzhagen im Druckhaus am Stadion gedruckt wird, ist ein weiteres Zeichen fester örtlicher Verbundenheit nicht nur als Presseorgan, sondern auch als Wirtschaftsunternehmen. Ebenso wie ihren Lesern will die Zeitung den Interessen der heimischen Wirtschaft dienen.

Zum Zeitungsjubiläum danken wir unseren Lesern, unseren Inserenten und allen Freunden unserer Zeitung. Sie sind es, die die wirtschaftliche Grundlage für dieses kleine, aber traditionsreiche Zeitungsunternehmen liefern. Möge es noch lange so bleiben und die Zeitung ein Glücksfall bleiben, insbesondere für Sie, verehrte Leser!

Dirk Ippen

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