Mobiles Berufsorientierungszentrum

Nach einer kurzen Einführung durch den erfahrenen Berufsberater konnten gestern die ersten Schüler im Internet-Angebot interessante Infos über Berufs- und Studiengänge abrufen.

MEINERZHAGEN ▪ Den Schulabschluss in der Tasche, die berufliche Karriere im Visier. Für junge Menschen stellt sich in dieser Situation eine der wohl wichtigsten Entscheidungen – wegweisend für ihr weiteres Leben in Beruf und Familie. Den Einstieg in die passende Berufsausbildung oder das richtige Studium zu finden, fällt angesichts eines überaus breiten Angebots nicht leicht.

Kompetente Orientierungshilfe erleichtert diese komplexe Aufgabe – und man kann eigentlich nicht früh genug damit beginnen. Das BiZ-Mobil der Agentur für Arbeit ist dafür eine gute Adresse und seit gestern und noch bis Freitag präsent in der zum Berufsberatungszentrum umfunktionierten Aula des Evangelischen Gymnasiums am Bamberg.

20 Klassen der 9. Jahrgangsstufe mit zusammen rund 500 Jugendlichen können in dieser Woche für jeweils anderthalb Stunden lang das Angebot kennenlernen und für sich nutzbar machen. „Das, was hier an den insgesamt zwölf Computer-Terminals online recherchiert werden kann, lässt sich jederzeit und weiter vertiefend auch vom heimischen PC aus machen“, zeigt Berufsberater Michael Nedell auf.

Nach einer jeweils kurzen Einführung können die Teilnehmer in kleinen Gruppen im Internetangebot der Agentur für Arbeit surfen. Gestern zum Auftakt waren das die neunten Klassen des diesmal gastgebenden Meinerzhagener Gymnasiums. Im weiteren Verlauf werden auch die künftigen Schulabgänger von Hauptschule, Realschule sowie der Gesamtschule Kierspe Gelegenheit zur Berufserkundung per Computer im Internet erhalten.

„Das ist eine gute Möglichkeit für junge Menschen, sich über die große Vielfalt der Berufsausbildung und der Studiengänge einen Überblick zu verschaffen“, lobte Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings, der gestern zum Start der diesjährigen Aktion des regionalen Berufsinformationszentrums gekommen war. Im Gespräch mit Berufsberater Michael Nedell, Carola Schaefermeyer, die am Gymnasium als Studien- und Berufskoordinatorin eingesetzt ist, sowie Mittelstufen-Koordinator Rolf Heiche, wurden Möglichkeiten und Chancen erörtert. So hatte man am Bamberg zuletzt im Oktober im Rahmen einer Berufsorientierungsmesse auch zwölf heimische Firmen zu Gast. „Das Interesse an der Gewinnung beruflichen Nachwuchses ist bei den Arbeitgebern sehr groß“, hat Carola Schaefermeyer erfahren. So gibt es für Abgänger mit Fachhochschulreife beispielsweise auch die Möglichkeit eines Dualen Studiums – einer Kombination aus Theorie und beruflicher Praxis. „Wer sich dieser Herausforderung stellt, dem ist eigentlich eine berufliche Karriere garantiert“, weiß auch Berufsberater Nedell um Vorzüge dieses Weges.

„Grundsätzlich sind die Aussichten der jungen Menschen auf einen guten Ausbildungsplatz deutlich gestiegen“, betont der Berufsberater. Der demografische Wandel zeige seine Auswirkungen auch im Berufsleben. Verstärkt werben Unternehmen mittlerweile um junge Menschen, um ihren Bedarf an Fachkräften auch zukünftig sicherstellen zu können.

Ganz anders dagegen sieht es aktuell noch im Bereich der Studienplätze aus. Auch am Bamberg gibt es 2013 den ersten Abi-Jahrgang, der schon nach zwölf Jahren abgeht. Wer zurzeit den passenden Studienplatz sucht, steht im Wettstreit mit einer ungewöhnlich hohen Studentenzahl. Umso wichtiger auch hier also die frühzeitige Information über das Angebot von Studiengängen und Studienorten.

Das BiZ-Mobil der Agentur für Arbeit am Bamberg in Meinerzhagen steht in dieser Woche außerhalb der fest gebuchten Beratungszeiten für die Schulklassen auch anderen Interessenten zur Information und für möglichen Bewerbungen zur Verfügung: Heute von 15 bis 16 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag von 13 bis 15.30 Uhr und am Freitag von 13 bis 15 Uhr. Das Angebot ist kostenlos.

Von Horst vom Hofe

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