„Mittendrin“ ist wieder im Prumbomweg beheimatet

Bürgermeister Erhard Pierlings mit „Mittendrin“-Chef Rolf Puschkarsky.

MEINERZHAGEN ▪ Das soziale Bürgerzentrum Mittendrin ist wieder im Prumbomweg beheimatet. Der Umzug von der Hauptstraße in den Neubau der Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) ist geschafft.

Der cremefarbene Anstrich auf den Wänden ist noch nicht lange trocken, die Küchenschränke sind blütenweiß, die Stühle nagelneu – alle Räume im neuen Domizil des sozialen Bürgerzentrums „Mittendrin“ versprühen den Charme des Neuen.

Das soziale Bürgerzentrum öffnete seine Pforten schon vorletzten Freitag für die Öffentlichkeit. Alle Bürger waren eingeladen, sich die große Kleiderkammer mit vielen praktischen Drehständern und geräumigen Regalen anzusehen, oder sich im lichtdurchfluteten und einladend eingerichteten Begegnungscafé das beliebte preisgünstige Freitagsmenü schmecken zu lassen. Auch die angrenzende Küche und die Terrasse mit Blick auf die Innenstadt wurden von vielen bewundert.

Am vergangenen Samstag fand schließlich die offizielle Eröffnung mit zahlreichen geladenen Gästen und den Unterstützern und Sponsoren in feierlichem Rahmen statt. Der Mittendrin-Vorsitzende Rolf Puschkarsky begrüßte neben Bürgermeister Erhard Pierlings, den Vorstandsmitgliedern und hauptamtlichen Mitarbeitern des Mittendrin auch die Kiersper Bundestagsabgeordnete Petra Crone, den Landtagsabgeordneten Gordan Dudas, den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Klaus Majoress, sowie Vertreter der Ratsfraktionen und die Sponsoren, ohne deren Zuwendungen die vielfältigen Angebote für Bedürftige nicht denkbar wären.

„Sie alle haben das Werden und Gedeihen seit 2008 mitverfolgt,” so Puschkarsky. Aus kleinen Anfängen, einer Art Experiment, sei etwas erwachsen, das auch die Verantwortlichen nicht vorausgesehen hätten. Besonderer Dank gelte dem ehemaligen Geschäftsführer der MBG, Wolfgang Moog, der ihm schon 2007 mit der Bitte um Vertraulichkeit die ersten Pläne für den Neubau gezeigt habe. Er sei quasi der bauliche Vater des neuen „Mittendrin“, so Puschkarsky. Gemeinsam habe man die Idee weiter entwickelt. Heute sehe alles im Wesentlichen so aus, wie damals besprochen.

Sein Dank gelte aber auch der heutigen Geschäftsführung der MBG und den Bauleitern Diethelm Busch, Joachim Görlitz und Hermann-Josef Lobner. An die Besucher gewandt betonte Puschkarsky: „Sie alle haben in hohem Maße dazu beigetragen, das Mittendrin zu dem zu machen, was es heute ist.” Das finanzielle Engagement der Sponsoren habe es möglich gemacht, in Meinerzhagen einen Ort zu schaffen, der zugleich Begegnungsstätte und Anlaufstelle für sozial schwache Menschen sei. Dank der Unterstützung rund sechzig ehrenamtlicher Mitarbeiter könne dies gewährleistet werden. Zugleich sei das Mittendrin auch eine Begegnungsstätte für alle Bürger. „Es gibt viele, die gerne herkommen und keine Berührungsängste haben.”

Bürgermeister Erhard Pierlings lobte, der Name „Mittendrin” könne treffender nicht sein. “Die Einrichtung ist nicht nur mitten in der Stadt, sondern auch mitten in unserer Bürgergesellschaft angesiedelt und findet eine breite Unterstützung durch die Institutionen,” so Pierlings. Das gelte für die Kirchengemeinden ebenso wie für die Awo, das DRK, die Finanzinstitute und viele heimische Unternehmen. Der lateinische Schriftzug „Mediis tranquillus in undis”, der die Stadtflagge von Borkum ziert und zu Deutsch „Ruhig inmitten der Wogen” heißt, habe ihn an das „Mittendrin” erinnert. „Auch wenn ringsherum das städtische Leben pulsiert, ist hier ein Ort der Ruhe.” Neben Glückwünschen im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt überbrachte der Bürgermeister auch ein Flachgeschenk.

Auch Petra Crone lobte die Einrichtung. Sie biete nicht nur Rat und Hilfe, sondern auch einen Weg aus der Einsamkeit, von der immer mehr Menschen betroffen seien. Abschließend gratulierte auch der Schatzmeister des Lions-Clubs Meinerzhagen-Kierspe, Hans-Werner Stellberg, und übergab dem Mittendrin-Vorsitzenden einen Spendenscheck.

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