Mittendrin statt nur dabei: Dudas im Bürgerzentrum

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Der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas unterstützte gestern das Küchenteam des sozialen Bürgerzentrums Mittendrin. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Gordan Dudas salzt die Kartoffeln nach. Mit einem Messer sticht er in das gelbliche Gemüse.

„Gleich sind sie fertig.“ Bis es soweit war, hatte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete eine Menge zu tun: 20 Kilo mussten geschält, klein geschnitten und aufgesetzt werden. Zwei Stunden steht Gordan Dudas nun schon in der Küche des sozialen Bürgerzentrum Mittendrin. Es ist Freitagvormittag. Noch eine Stunde bis zur großen Essensausgabe.

„Einmal im Monat schnuppere ich in einen Bereich hinein“, erklärt der Sozialdemokrat, während er ein Brötchen mit Margarine bestreicht und mit Käse und Wurst belegt.

Die Arbeit im Mittendrin und in den anderen Einrichtungen – wie zuletzt bei der Lüdenscheider Feuerwehr – sollen im helfen, die Bindung zur Basis zu halten.

„DienstTag am Freitag“, nennt Dudas diese Aktion. Dadurch will er sensibilisiert werden – für die Probleme vor Ort, will erfahren, wo der Schuh drückt und versuchen sich für die Probleme in Düsseldorf Gehör zu verschaffen.

„Wo hat das konkret etwas gebracht?“ Gordan Dudas wiederholt die Frage. Der 40-Jährige holt Luft und erzählt von dem neuen KiTa-Gesetz der rot-grünen Landesregierung. „Ich wusste aus der Praxis, wo die Probleme liegen – da haben wir viele Gespräche geführt. Am Donnerstag haben wir in Lüdenscheid alles vorgestellt. Das positive Feedback hat mir gezeigt, dass wir richtig gearbeitet haben“, sagt Dudas, unterdessen wirft er einen Blick in den Kochtopf. Mit einem Stampfer zerkleinert er die Erdäpfel zu einem Kartoffelpüree. Dazu gibt’s Sauerkraut und Schmorbraten. Essen für 45 Personen – zum Preis von 2,50 Euro pro Essen.

Während der Landtagsabgeordnete zusammen mit dem Küchenteam die Gerichte auf den Tellern drapiert erzählt er von der Einrichtung. Schwärmt von dem großen Angebot für den kleinen Geldbeutel und der sozialen Notwendigkeit solcher Einrichtungen. „Unserer Gesellschaft ist auf das ehrenamtliche Engagement angewiesen.“ Viele Menschen gebe es, die im Obergeschoss Kleidung für zwei bis fünf Euro kauften und auch auf günstige Möbel angewiesen wären. Dudas: „Schön wäre es, wenn solche Einrichtungen nicht mehr nötig wären und alle genug hätten – aber das ist leider ein Traum, eine Utopie.“

Ein Gericht nach dem anderen tischt Dudas auf und wieder ab. Mit den leeren Tellern kommt neue Arbeit: Der Abwasch. Bis zum Nachmittag ist der Landtagsabgeordnete beschäftigt – zum Dank erhält er eine Urkunde vom Mittendrin. „Fürs Büro in Düsseldorf – damit ich immer den Blick darauf behalte, was wichtig ist“, sagt Dudas.

Um weitere Einblicke zu bekommen, plant Dudas den Besuch eines Krankenhauses, eines Kindergartens, der Polizei – aber auch diverser Unternehmen. ▪ Matthias Clever

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