So viele Schüler gehen in Meinerzhagen zur Schule

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Wie viele Schüler gibt es an Meinerzhagens Schulen? Die Stadtverwaltung weiß es und stellte die Zahlen vor.

Meinerzhagen - Wenn der Schulausschuss letztmalig im Jahr zusammenkommt, steht immer auch ein Thema an: die Schülerzahlen der kommenden Jahre. Dabei gibt es manche Überraschung.

Die geben nicht nur Aufschluss über die Zukunft von Schulstandorten, sondern auch über die Anzahl an Klassen – und benötigtem Personal. So wird die Verwaltung dem Gremium auch am Donnerstag wieder (17 Uhr, Ratssaal), die aktuellen Prognosen präsentieren. Dabei gibt es beim Blick auf die Tabellen manch eine Überraschung.

Für die künftige Klassenplanung ist die Prognose von größter Bedeutung. Und auch die Eltern der kommenden Erstklässler dürften genau hinschauen, wenn es um die Grundschülerzahl der kommenden Jahre geht: Sie entscheidet schließlich infolge der Zügigkeit über die Klassengröße.

Schülerzahlen an Grundschulen steigen wieder

Bei den Grundschulen ist der Wendepunkt offenbar erreicht worden: Mit 700 Schülern an den drei Einrichtungen (Kohlberg, Auf der Wahr, Valbert) war die Zahl so niedrig wie nie. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2009/10 besuchten noch 945 Mädchen und Jungen die (damals noch vier) Grundschulen. Im kommenden Jahr soll die Zahl auf 716 ansteigen und 2022/23 mit 795 Grundschülern ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Ähnlich viele Schüler besuchten die Grundschulen zuletzt in den Jahren 2013 bis 2015. Allerdings unterscheiden sich die drei Schulen untereinander recht deutlich. 

Grundschule Am Kohlberg: Hier sinkt die Schülerzahl laut Prognose bis ins Jahr 2023/24 von derzeit 335 auf 309. Aufgrund der 72 zu erwartenden i-Männchen im kommenden Jahr sollen an der Grundschule Am Kohlberg in der ersten Klasse drei Züge gebildet werden. 

Grundschule Auf der Wahr: Hier rechnet die Verwaltung entsprechend der Geburtenzahlen mit einem deutlichen Anstieg der Schülerzahlen. Besuchen derzeit 213 Mädchen und Jungen die Einrichtung, könnten es im Jahr 2022/23 deren 310 sein. 71 Kinder, so die Prognose, werden dort im kommenden Jahr eingeschult, was ebenfalls zu einer Dreizügigkeit führen würde.

Ebbeschule Valbert: Mit einem Anstieg der Schülerzahlen darf auch die Ebbeschule rechnen. Derzeit besuchen 152 Mädchen und Jungen die Schule, im Jahr 2023/24 dürften es laut Berechnung 175 sein. Dabei dürfen die Lehrer im Ebbedorf im nächsten Jahr mit 44 i-Männchen rechnen, was zu einer soliden Zweizügigkeit führen würde. 

Die Sekundarschule: Am Rothenstein machen sich die stark sinkenden Schülerzahlen nach den ersten Jahrgängen bemerkbar. Laut Prognose sinkt die Gesamtzahl der Mädchen und Jungen an der Sekundarschule von derzeit 508 auf 342 im Schuljahr 2023/24. Zugrunde legte die Verwaltung dafür eine Übergangsquote aus den Meinerzhagener Grundschulen von 32 Prozent zuzüglich zweier Einpendler. Der starke Einbruch an Schülerzahlen macht sich im laufenden Jahr besonders bemerkbar: 47 Kinder besuchen aktuell den fünften Jahrgang der Sekundarschule, den zehnten Jahrgang besuchen 101 Mädchen und Jungen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass die Jahrgangsgröße durch Schulwechsler (etwa vom Gymnasium auf die Sekundarschule) anwächst.

Rückgang am Gymnasium erwartet

Auch die Zahl der Grundschüler sank in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich. Interessant: Offenbar hängt die Wahl der weiterführenden Schule auch von den Gewohnheiten des Schulwegs ab. So wird die Sekundarschule zu einem „Kohlberg 2.0“: Von den 47 Fünftklässlern haben 33 zuvor die benachbarte Grundschule besucht, nur acht die Grundschule Auf der Wahr und vier die Ebbeschule. Aus Kierspe kommt derzeit ein Schüler.

Das Gymnasium: Einen leichten Rückgang der Schülerzahlen könnte es in den kommenden fünf Jahren am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen (EGM) geben. Dort besuchen derzeit 500 Mädchen und Jungen die Schule – unter anderem in den starken Jahrgängen 5 (104 Schüler) und 8 (115). Im nächsten Jahr wird aber „nur noch“ mit 96 neuen Gymnasiasten in der fünften Klasse gerechnet. Die Zahl der Schüler am EGM bleibt allerdings laut städtischer Prognose mit einer Bandbreite von 91 bis 103 in den kommenden Jahren relativ stabil.

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