Corona und die Folgen

Arbeitsaufkommen höher als zu normalen Zeiten

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Auf „Corona-Streife“: Auch den Wochenmarkt besuchen die Mitarbeiter des Ordnungsamts regelmäßig.

Meinerzhagen – Die Corona-Pandemie und ihre Folgen – ein schier unendliches Thema. Zahlreiche Unternehmen setzen auf das Instrument der Kurzarbeit, im Gegensatz dazu ist bei den Ordnungsbehörden das Arbeitsaufkommen höher als zu normalen Zeiten.

Auf „je nach Anzahl der Einsätze zwischen drei und neun Stunden pro Mitarbeiter“ beziffert Heinz-Gerd Maikranz die beim Ordnungsamt Meinerzhagen monatlich anfallenden Überstunden. Diese resultieren aus den die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung betreffenden Kontrollen außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Doch mit Überstunden ist es noch längst nicht getan: „Selbstverständlich nimmt Corona auch während der Dienstzeit mehr und mehr Personal in Anspruch“, sagt Maikranz, der bei der Stadt Meinerzhagen den Fachbereich Bürgerservice verantwortet. 

Seit Montag vergangener Woche – dem Tag, an dem die modifizierte Verordnung in Kraft getreten ist – waren insgesamt 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kommune auf „Corona-Streife“. Noch seien die Kontrollaufgaben zu leisten, erklärt Heinz-Gerd Maikranz – auch weil die anderen Fachdienste dem Fachdienst Ordnung Amtshilfe leisten. Viel Spielraum in Sachen Man-Power bleibe jedoch nicht mehr: „Wir bewegen uns am oberen Rand der personellen Möglichkeiten.“

Private Sicherheitsdienste

In vielen Städten unterstützen deshalb bereits private Sicherheitsdienste die örtlichen Ordnungsämter, führen in deren Auftrag Corona-Kontrollen durch oder überwachen, ob eine verhängte Quarantäne auch eingehalten wird. Solche externen Dienstleister könnten möglicherweise auch in Meinerzhagen ein Thema werden: „Sollten die Kontrolldienste weiter anwachsen und städtisches Personal kann nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, muss man über Alternativen nachdenken“, formuliert es Maikranz.

Übrigens wurde bei den Kontrollen der zurückliegenden zehn Tage auch in der Volmestadt natürlich der eine oder andere Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. Die eingeleiteten Bußgeldverfahren ziehen laut Heinz-Gerd Maikranz Bußgelder „im mittleren dreistelligen Bereich“ nach sich.

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