„Mistbiene“ tarnt sich erfolgreich

+
„Mistbienen“ nennt der Volksmund diese Schwebfliegen. Sie sind ungefährlich. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Mistbienen“ nennt der Volksmund eine bestimmte Sorte Schwebfliegen die, wie eine Verwandte, die Schwebfliege mit dem wissenschaftlichen Namen Volucella pellucens, zu den größten Exemplaren unserer heimischen Arten gehören.

Die abfällig klingende Namensgebung der Tiere hat einen plausiblen Grund: Die Larven der beiden ersteren leben in nassen Rändern von Misthaufen, wo ihnen ein langes Atmungsorgan am Hinterleib die Bezeichnung „Rattenschwanzlarven“ eintrug.

Mittels Mimikry, der Nachahmung von Färbung und Zeichnung etwa der Stechimmen, schrecken sie als Vollinsekt Fressfeinde erfolgreich ab. Was sich in der Natur als wirksamer Schutz erweist, verkehrt sich beim Zusammentreffen mit Menschen allerdings häufig ins verhängnisvolle Gegenteil. Denn: Aus Unkenntnis werden sie oft schon „vorsorglich“ eliminiert. Dabei sind diese interessanten Flieger völlig harmlos; sie besitzen werden Stachel noch Beißwerkzeuge.

Ihre Ausstattung ermöglicht ihnen lediglich das Saugen oder Schlecken an Nektarquellen. Die bieten zurzeit der Oregano sowie verschiedene Korbblütler und Doldengewächse. ▪ As

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare