Minister Lienenkämper in Meinerzhagen zu Gast

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Minister Lutz Lienenkämper war heute zu Gast in Windbruch und ließ sich den Wunsch der Windebrucher nach einem Radweg erläutern. Er versprach Unterstützung. –

WINDEBRUCH – Rund fünf Kilometer lang soll er werden und mehrere Millionen Euro kosten – der Radweg an der Listertalsperre auf Meinerzhagener Gebiet. Heute besuchte der NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper die Initiatoren der Windebrucher Bürgerinitiative um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.

11.45 Uhr. Eine dunkle Limousine fuhr vor. Der heimische Landtagsabgeordnete Bernd Schulte stieg aus. Mit dem CDU-Politiker ist sein Parteikollege und Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Lutz Lienenkämper, in Windebruch angekommen. „Wo wollt ihr den Radweg haben?“, flachste Lienenkämper und streifte sich einen Mantel über. „Schön wär‘s, wenn er direkt einen dabei hätte“, raunzte ein Winderbrucher in der Menge. Rund 20 Menschen waren gekommen, um vor Ort den Verkehrsminister von der Wichtigkeit eines Radweges entlang der Listertalsperre zu überzeugen. Der hingegen bekannte sich direkt dazu, dass er ein Anhänger einer solchen Forderung sei. „Die Anwohner und gerade die Touristen können einen solchen Weg gebrauchen. Die Radwege wären sinnvoll für die ganze Region“, meinte Lutz Lienenkämper.

Meinerzhagens Baudezernent Gerd Schriever ergänzte, dass auch aus Gründen der Verkehrssicherung ein Radweg angebracht sei. „Im Sommer ist das stellenweise fast schon kriminell.“ Da es sich bei der Straße um eine Landesstraße handle sei nicht Meinerzhagen für die Schaffung eines Weges verantwortlich, sondern der Baulastträger – das Land. Daher wünschte sich Schriever etwas „Konkreteres als nur die Befürwortung des Projektes“. Schließlich stehe die Stadt – finanziell gesehen – mit dem Rücken zur Wand.

Zusagen konnte der NRW-Verkehrsminister nicht geben. „Doch wir ziehen uns trotz der schwierigen Situation nicht aus der Verantwortung“, sagte Lienenkämper. Er riet den Mitgliedern der Bürgerinitiative um Horst Becker und Ortsvorsteher Fred Oehm, die die Diskussion durch einen Unterschriftenaktion ins Rollen gebracht hatte, mehrgleisig zu fahren. „So bestehen mehrere Möglichkeiten. „Eine könnte zum Beispiel die Regionale 2013 sein. Da habe er als Verkehrsminister allerdings keinen Einfluss drauf. Als weitere Möglichkeit nannte Lienenkämper einen Tourismus-Fördertopf der Europäischen Union. Hier sagte Bernd Schulte Unterstützung zu. In den kommenden Tagen wolle er mit der NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben über diese Angelegenheit sprechen „und sehen, was sich machen lässt.“

Einen weiteren Punkt sprach Gerd Schriever an: „Der Landesbetrieb Straßenbau könnte einen separaten Fuß- und Radweg auf die interne Prioritätenliste für Baumaßnahmen aufnehmen.“ Ein entsprechender Beschlussvorschlag, der den Landesbetrieb zur Aufnahme in die Liste auffordere, solle in den zwei Fachausschüssen Planung und Bau sowie im Rat diskutiert werden. Schriever: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg.“ – mc

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