Stadthallenumfeld: Baubeginn im Frühjahr

So könnte der neue Platz an der Stadthalle einmal aussehen. - Grafik: Stadt Meinerzhagen

Meinerzhagen - „13. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes ,Stadtkern’ für den Bereich des Stadthallenumfeldes“ – dieser Punkt auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am 4. Februar ab 17 Uhr im Ratssaal ist der wohl wichtigste.

Von Jürgen Beil

Dass das Gremium mehrheitlich dagegen votiert und die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für den Umbau des Stadthallen-Umfeldes so verhindert, damit ist nicht zu rechnen.

Es geht bei der Bebauungsplan-Änderung darum, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, ohne die mit dem Umbau des Platzes, der Anlegung der neuen Wegführung und der Offenlegung der Volme in diesem Bereich nicht begonnen werden darf.

„Zu den auf Grundlage dieser Bebauungsplanänderung umsetzbaren Maßnahmen gehören zahlreiche Projekte, allen voran der Bau des multifunktionalen Stadtplatzes um die Stadthalle herum. Dieser soll auf dem Entwurf, der im vergangenen Jahr als Sieger aus dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb hervorgegangen ist, basieren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Ende 2016 soll sich die Meinerzhagener Innenstadt in diesem Bereich ganz neu präsentieren. Dann wird sich durch die Neugestaltung des Stadtplatzes „Volmemarkt“ auch eine andere Verkehrsführung ergeben haben.

Die vierspurige Straße „An der Stadthalle“ fällt weg, ein neuer Weg, die „Stadthallenumfahrt“, soll entstehen. Außerdem ist ein neuer Verkehrsknotenpunkt an den Einmündungen Hauptstraße, Birkeshöhstraße, Lindenstraße in Form eines Kreisverkehres vorgesehen.

In diesem Zusammenhang ist ein Aspekt wichtig: Der Schallschutz für Anlieger der Straßen. Und hier gibt es bereits Erkenntnisse: „Die Analysen haben ergeben, dass sich bei einzelnen an die neue Straßenführung angrenzenden Häusern eine Geräuschzunahme ergeben wird.

Sofern erforderlich, wird die Stadt im Zuge der Bauarbeiten in Abstimmung mit den Betroffenen entsprechende passive Schallschutzmaßnahmen an deren Gebäuden umsetzen“, informiert die Verwaltung dazu in ihrer Pressemitteilung.

Und wie geht es dann weiter? Die Stadt teilt dazu mit: „Im nächsten Schritt nach Beschluss der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs durch Ausschuss und Rat geht es zunächst um eine ausführliche Information der Anwohner, Beteiligten und der Öffentlichkeit insgesamt sowie der von der Planung betroffenen Behörden.

Im Frühjahr sollen dann der abschließende Beschluss über die Bebauungsplanänderung und der Startschuss für die Umsetzung der Baumaßnahmen fallen. Beginnend mit dem Bau der Stadthallenumfahrtstraße und parallel dazu der Offenlegung der Volme, erfolgen die Anbindung der neuen Straße an den (...) Knotenpunkt im Bereich der Hauptstraße/Lindenstraße/Birkeshöhstraße sowie der Rückbau der Straße ,An der Stadthalle’.

Damit wird der Raum für die Neugestaltung des Stadtplatzes ,Volmemarkt’ geschaffen. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 3,8 Millionen Euro, von denen 2,4 Millionen Euro durch Fördergelder aus dem Strukturförderprogramm des Landes NRW, der Regionale 2013, getragen werden.“

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