Arzt fährt auf dem Rad quer durch Amerika

+
Milivoje Nilovic verbringt viel Trainingszeit auf seinem Rad, mit dem er 2019 quer durch die USA fahren will.

Meinerzhagen - Von Meinerzhagen bis nach Valbert mit dem Fahrrad – das ist machbar. Bis zur Bigge ist es da schon weiter. Eine unvorstellbare Distanz muss hingegen bei einer Tour zurückgelegt werden, die quer durch die USA führt. 4.800 Kilometer im Sattel, angetrieben durch reine Muskelkraft? Über Gebirgspässe und durch Wüsten? Genau dieser Herausforderung will sich der Meinerzhagener Milivoje Nilovic im Jahr 2019 stellen.

„Race across America“ (RAAM) heißt das Radrennen, das in etwa zweieinhalb Jahren gestartet wird und an dem sich dann auch ein heimisches Team beteiligt. Es führt von Oceanside in Kalifornien bis nach Annapolis an der Ostküste. Neben dem 45 Jahre alten Orthopäden Nilovic sind auch Julian Becker und Markus Gärtner aus Herscheid dabei. Letzterer feierte seinen größten sportlichen Erfolg mit der Teilnahme an der Ironman Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Komplettiert wird das Quartett durch Sven Dunker aus Plettenberg.

Milivoje Nilovic ist beileibe nicht untrainiert. „Ich habe bereits Touren von mehreren Hundert Kilometern am Tag absolviert. Was mir aber beim ,Race across America’ Respekt abnötigt, ist die Tatsache, dass wir mit erheblichem Schlafentzug rechnen müssen“, blickt der Meinerzhagener voraus. Konkret wird das bedeuten: Das Team fährt neun Tage lang abwechselnd rund um die Uhr. Zeit für Schlaf bleibt bei diesem Turnus etwa für drei bis vier Stunden. Und auch die Strecke hat es in sich: Insgesamt etwa 50 000 Höhenmeter sind zu bewältigen, bei Steigungen von bis zu 18 Prozent. „Aber alle Fahrer unseres Teams sind den Strapazen gewachsen“, ist sich Milivoje Nilovic sicher.

Warum ausgerechnet dieses Rennen? Darauf hat der heimische Arzt eine Antwort: „Es stellt eine enorme Herausforderung aber auch einen Ansporn an mich dar, an diesem härtesten Rennen der Welt teilnehmen zu können. Zudem ist auch der karitative Zweck der Veranstaltung ein zusätzliches Motiv.“ Der Orthopäde möchte aber auch ein gutes Beispiel für seine Patienten abgeben und zeigen, „dass man sich auch als Mittvierziger in einem trainierten Zustand diesen Strapazen aussetzen kann und dass der Sport allgemein die Gesundheit fördert“.

Und schließlich engagiert sich das heimische Team auch noch für den guten Zweck: Der Erlös aus Sponsorengeldern und Werbeeinnahmen soll an den Förderverein Palliativstation des Klinikums Lüdenscheid gespendet werden. Privatpersonen können das Team beispielsweise mit sechs Euro pro Kilometer unterstützen. Davon geht 1 Euro an das Spendenprojekt. Aber auch Firmen haben die Möglichkeit, sich bei dem Projekt finanziell zu beteiligen. Für Großsponsoren bieten die Teamtrikots und die Begleitfahrzeuge Werbeflächen. Landrat Thomas Gemke hat die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare