MZ auf Mikrofilm im Stadtarchiv einzusehen

Ira Zezulak-Hölzer freut sich, dass die MZ auf Mikrofilm „verewigt“ wurde.

MEINERZHAGEN ▪ Ab sofort können interessierte Bürger alte Ausgaben der Meinerzhagener Zeitung auch im Stadtarchiv erforschen.

Das Stadtarchiv hat die Meinerzhagener Zeitung vom 1. April 1950 bis zum 23. September 1988 auf Mikrofilm im Angebot. Der Zeitungsbestand konnte damit wesentlich erweitert werden. Notwendig wurde diese Maßnahme, weil das Stadtarchiv nicht über die Lokalzeitung in Papierform verfügte. Zur Aufgabe des Stadtarchivs gehört es, die lokale Gesellschaft und Lebenswirklichkeit umfassend abzubilden. Die Meinerzhagener Zeitung ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Dokumentation.

Im Jahr 1992 wurde auf Anregung des Stadtarchivs bereits der von der Meinerzhagener Zeitung zur Verfügung gestellte Zeitungsbestand von 1911 bis 1945 verfilmt. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) stellte damals die Mittel für die Verfilmung bereit. Die weltweit nur einmal vorhandene Papier-Sammlung der Zeitung im Verlag wurde damit für die Nachwelt gesichert.

Inzwischen wurden auch die Zeitungsjahrgänge ab Neugründung der MZ nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute vom „Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse e.V., Dortmund“ bzw. der „Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main“ verfilmt. Eine Kopie dieser Filme bis 1988 steht nun auch im Stadtarchiv zur Verfügung. Nach und nach sollen die noch ausstehenden Jahrgänge ergänzt werden.

Ferner verfügt das Stadtarchiv über die „Westfälische Rundschau“ der Jahre 1979 bis 2006 (Papiersammlung), die bei Aufgabe der Geschäftsstelle Meinerzhagen als Leihgabe ins Archiv übernommen werden konnte.

Eine kleine, allerdings unvollständige Zeitungsausschnittsammlung konnte vom Kreisarchiv Märkischer Kreis übernommen werden. Der Vorteil dieser Sammlung, liegt darin, dass die Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema durch die Einteilung in Sachrubriken wesentlich erleichtert wird. In den nächsten Monaten soll diese Zeitungsausschnittsammlung erschlossen werden. Der Inhalt der Zeitungsartikel wird in Stichworten in das Computerprogramm des Archivs eingegeben. Der Archivnutzer kann so mit wesentlich weniger Suchaufwand Informationen zu seinem Thema finden. In Zukunft soll dieser Service über die Plattform http://www.archive.nrw.de auch im Internet verfügbar sein.

Die MZ – von ihrer Gründung im Jahr 1911 bis ins Jahr 1988 – sowie die anderen Zeitungsbestände können von Jedermann im Stadtarchiv zu den Öffnungszeiten eingesehen werden. Ein Drucker ermöglicht nicht nur das Lesen der neuen Mikrofilme, sondern auch die Anfertigung von Kopien. Zu Geburtstagen werden gerne Kopien der Zeitung vom Tag des Geburtstags verschenkt. Sofern an diesem Tag eine Zeitung erschienen ist, können solche „Geburtstagszeitungen“ angefertigt werden. Das Stadtarchiv ist montags von 14 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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