Meinerzhagener MGV „Volmequelle“ Scherl probt wieder

Sänger beenden glücklich die Zwangspause

Der MGV „Volmequelle“ Scherl hat nach vielen Monaten „Zwangspause“ seine Proben wieder aufgenommen.
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Der MGV „Volmequelle“ Scherl hat nach vielen Monaten „Zwangspause“ seine Proben wieder aufgenommen.

Stimmengewirr, Corona-Gruß mal hier, mal da, und überall ein wenig Aufregung und ganz viel Vorfreude. Hans-Gerd Krellmann blickt strahlend in die Runde: „Ich bin so froh, dass wir heute wieder hier sind.“ Nicht nur er ist es, sondern 25 weitere Sänger des Männergesangvereins „Volmequelle“ Scherl sind es ebenso. Die erste Chorprobe im Vereinslokal „Am Schnüffel“ nach mehr als einem Jahr Zwangspause – für alle ein besonderer Abend.

Meinerzhagen – Kultur und Vereinsleben – die Corona-Pandemie stoppte beides. „Wir singen ja nicht nur, unsere Gemeinschaft wird ja auch durch Ausflüge, Wanderungen oder Feiern gepflegt“, sagt Hans-Peter Drews. Der Vorsitzendende der Scherler Sänger ist daher ebenso erleichtert, dass die aktuelle Infektionslage auch Chorgesang wieder möglich macht, wie Chorleiter Ingo Reich: „Seit ich weiß, dass wir proben dürfen, freue ich mich“, meint er. Auch für ihn ist es nach so vielen Monaten eine Premiere: Der MGV „Volmequelle“ Scherl ist der erste Chor, den er wieder dirigiert. Einen Tag später wird es der Chor 70 sein, dessen Leiter Reich ebenfalls ist. Sein dritter Chor, der Kirchenchor Rönsahl, wird erst nach den Sommerferien wieder mit den Proben beginnen.

Proben in der Fabrikhalle

Die letzte Probe im Saal „Am Schnüffel“ liegt weit über ein Jahr zurück, gesungen wurde im vergangenen Jahr eine Zeit lang dennoch, und das unter besonderen Bedingungen: „Wir konnten glücklicherweise eine leer stehende Fabrikhalle nutzen. Die Corona-Vorschriften sahen zunächst vier Meter Abstand vor. Also haben wir quasi die ganze Halle eingenommen und konnten den Nebenmann während des Singens gar nicht nicht hören“, erinnert sich Drews. Doch man habe sich arrangiert, „einfach, um singen zu können.“ Als die Abstandsregelung auf zwei Meter reduziert worden sei, klang es besser für alle – solange, bis der erneute Lockdown kam: „Die dritte Welle hat uns über Bord geworfen“, scherzen die Sänger an diesem Abend. Die lockere Stimmung, die Gemeinschaft – all das haben sie in den vergangenen Monaten genauso vermisst wie den Gesang.

Vor der Probe zum Schnelltest

„Wir sind daher umso dankbarer, dass wir wieder in unser Vereinslokal kommen dürfen“, betont Hans-Peter Drews. Für die Gastronomie sei es keine leichte Zeit, „wir tun daher alles, um sicherzustellen, dass es bei den Proben keine Gefahr gibt“. Mit dem Ordnungsamt habe man sich abgestimmt. „Zusätzlich kann jeder Sänger einen negativen Schnelltest vorweisen. Viele Sänger sind zwar bereits geimpft. Den Test machen wir trotzdem alle“, so Drews. Um dem gemeinsamen Hobby nachgehen zu können, nehme man das gern in Kauf. Auch wenn Chorleiter Ingo Reich nach den ersten Liedern attestiert „Ihr könnt es ja noch“ – die Sänger haben Nachholbedarf: „Wir wollen einfach wieder singen und werden daher auch auf die übliche Sommerpause verzichten.“ Bis Weihnachten werde man proben. „Vielleicht“, so die Hoffnung, „ergibt sich bis dahin ja auch wieder ein kleinerer Auftritt.“

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