27 Meter hohes Bürohaus: Meinerzhagener Rat stimmt Beschluss zu

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Stefan Burkard trug während der Ratssitzung die Bedenken der Anlieger der mittleren Derschlager Straße gegen das geplante siebengeschossige Bürogebäude der Firma Otto Fuchs vor.

Meinerzhagen  - Auf der einen Straßenseite schmucke Ein- und Zweifamilienhäuser, auf der anderen Straßenseite eine alte, gut dreistöckige Fassade der Firma Otto Fuchs, die einem geplanten 27 Meter hoher Bürohaus weichen soll: Kein Wunder, dass die Anlieger das Bauprojekt des Meinerzhagener Unternehmens ablehnen.

Dennoch stimmte der Rat am Montagabend dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes zu.

Gut 20 Nachbarschaftsvertreter besuchten die Ratssitzung, um ihrer Forderung nach einer maßvolleren Industrieplanung im Bereich Derschlager Straße zwischen der Einmündung Kampstraße und dem Abzweig Genkeler Straße Nachdruck zu verleihen. Als Sprecher der Anlieger trug Stefan Burkard die Bedenken vor. Eine Verschattung der Grundstücke, keine Aussicht in Richtung Südwest, mehr Schmutz und Lärm, mehr Verkehr und fehlende Parpkplätze, würden bei Umsetzung des Bauprojekts zu einem rapiden Wertverfall der Grundstücke und zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Diese Punkte waren schon in der Fachausschusssitzung zu dem Thema genannt und im vorgelegten Protokoll absolut richtig wiedergegeben worden. Das wurde von den Anliegern gewürdigt. Enttäuscht waren sie aber darüber, dass die Kommunalpolitiker bislang die Einladung zu einer Ortsbegehung nicht angenommen haben. Das, so erklärte Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter Bauplanung, könne jetzt nach Zustimmung des Rates zum Start des Bebaungsplanverfahrens erfolgen.

Zusammen mit Bürgermeister Jan Nesselrath und einigen Fraktionsprechern machte er deutlich, dass das Verfahren mit dem Aufstellungbeschluss für das derzeit unbeplante Gelände erst ganz am Anfang stehe. Rothaar trat dem Eindruck entgegen, dass der Bebauungsplan aus taktischen Gründen im beschleunigten Verfahren durchgeführt werde. Die vereinfachte Vorgehensweise sei bei solchen Innenstadtprojekten auch in anderen Kommunen üblich.

Nach der Zustimmung im Rat steht jetzt die Planung der Bürgerbeteiligung an. In einer von der Stadt festzusetzenden vierwöchigen Frist haben alle Betroffenen dann die Möglichkeit, Bedenken und Anregungen zum Verfahren vorzutragen. Die Firma Otto Fuchs, so die Verwaltung, habe zugesagt, die Planung vorab offenzulegen und auf die Anlieger zuzugehen.

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