„Meister der Worte“ zu Gast bei KuK

Professor Dr. Ulrich Raulff ist Chef des Deutschen Literarturarchivs in Marburg.

MEINERZHAGEN ▪ KUK lädt am Montag, 27. September, Beginn 20 Uhr, in den Versammlungsraum der Stadthalle zu einem Vortrag von Professor Dr. Ulrich Raulff ein. Der 1950 in Meinerzhagen geborene Leiter des Deutschen Literaturarchivs und des Schiller Nationamuseums in Marbach hat durch seine Familie immer noch starke Bindungen an Meinerzhagen.

Raulff studierte Philosophie und Geschichte und promovierte 1977. Seine Habilitation erhielt er 1995 an der Humboldt-Universität Berlin.

Raulff war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Seit November 2004 ist er Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach und seit November 2005 ist er Mitglied im Präsidium des Goethe-Instituts.

Auch als wissenschaftlicher Publizist, Übersetzer und Mitarbeiter verschiedener deutscher Verlage hat sich Raulff einen Namen gemacht und erhielt unter anderem auch den Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs in Berlin für wissenschaftliche Prosa und den Hans-Reimer-Preis der Aby-Warburg Stiftung in Hamburg.

Raulff gilt als Koryphäe des Wortes und der deutschen Literatur. So schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Patrick Bahners Folgendes über ihn: „Wenn er es macht, macht er es nicht nur richtig. Er macht es schön. Ulrich Raulff ist ein Meister der Worte, ein Sprachkünstler, ein Erfinder und Finder der Bilder. Fast ein Dichter. Unter seinesgleichen, den Historikern, Büchermachern, Archivaren und Feuilletonisten. Ein Text von Ulrich Raulff zieht den Leser hinein und trägt ihn fort, strömt dahin in einer Fülle, die man nicht milchig nennen kann – geistigere Getränke haben sich hineingemischt, es sprudeln die Metaphern und perlen die Pointen. Wie ein Naturphänomen bestaunt man als Kollege diese herrliche Geläufigkeit und man kann nur bewundern, dass der Autor es versteht, dem schimmernden Wortfluss noch einmal ein Glanzlicht aufzusetzen, durch einen beiläufigen Scherz, die Signatur der Lässigkeit.“

Das deutsche Literaturarchiv Marbach ist eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit. Mit rund 1200 Nach- und Vorlässen von namhaften Schriftstellern und Gelehrten gehört die Marbacher Handschriftenabteilung international zu den führenden Sammlungen ihrer Art. Neben Schiller, Hölderlin und Mörike sind dort auch die Nachlässe archiviert von Hermann Hesse, Rilke, Benn, Celan, Kafka, Thomas Mann, Gernhardt, Schlink, um nur einige Namen zu nennen. Das Gebäude, in dem das Deutsche Literaturarchiv in Marbach untergebracht ist, wurde übrigens von David Chipperfield entworfen, der auch den Neubau des Museum Folkwang in Essen gestaltet hat.

Beim Vortragsabend in seiner Geburtsstadt Meinerzhagen wird, wie bereits angekündigt, auch über sein neuestes Buch „Kreis ohne Meister – Stefan Georges Nachleben“ sprechen, für das er den Sachbuchpreis 2010 der Leipziger Buchmesse erhielt.

Karten gibt es noch im Vorverkauf für 8 Euro, ermäßigt 6 Euro in Meinerzhagen in der Buchhandlung Schmitz, Zur Alten Post 6, im Atelier Albrecht, Derschlager Straße 8, in Kierspe in der Buchhandlung Timpe, Friedrich-Ebert-Straße 363, und in Valbert im Reisebüro Lück, Ihnestraße 35. An der Abendkasse kostet der Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

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