Academy Camp in Lausanne

Meinerzhagenerin trifft auf IOC-Präsident

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Pauline Laufer (hinten) traf in Lausanne auch Thomas Bach.

Meinerzhagen - Sportvereine brauchen ehrenamtliches Engagement – in jedem Alter. In Meinerzhagen besonders aktiv zeigt sich dabei seit einigen Jahren die 22-jährige Pauline Laufer.

Vor dreieinhalb Jahren durfte sie als Belohnung dafür bereits als eine von 50 Jugendlichen am Deutschen Olympischen Jugendlager (DOJL) zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro reisen. Jetzt wurde sie erneut eingeladen: zum Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach Lausanne. 

Die Deutsche Sportjugend richtet zu den Jugendolympischen Spielen (YOG – youth olympic games) regelmäßig ein Academy Camp für junge Engagierte aus. Angesprochen sind junge Menschen, die ehrenamtlich in ihren Vereinen, Verbänden oder Sportbünden als Trainer, Schiedsrichter und Jugendsprecher Sportdeutschland aktiv mitgestalten. 

Das Camp soll das junge Engagement fördern und den Jugendlichen eine Möglichkeit zum Austausch und der persönlichen Weiterbildung bieten. „Gleichzeitig werden die olympischen Werte und die Stimmung während olympischer Spiele, die für die meisten unter den Ehrenamtlichen als Sportler nicht erreichbar sind, erlebbar“, erklärt Pauline Laufer im Gespräch mit der MZ. 

Wie die deutschen Athleten sind die Teilnehmer des Academy Camps Botschafter für Deutschland. Sie vertreten das Ehrenamt und kommen so während der Spiele auch mit Funktionären und Sportpolitikern ins Gespräch. 

Aktionen im Zeichen der olympischen Werte

Und so kann die Meinerzhagenerin auf eine ereignisreiche Woche zurückblicken, die zunächst mit einer Besichtigung Lausannes und dem gegenseitigen Kennenlernen der Teilnehmer begann. Es folgte ein Tag ganz im Zeichen der olympischen Werte. 

„Zu Beginn haben wir mit Tobias Knoch, dem Direktor der Deutschen Olympischen Akademie, über die olympische Bewegung gesprochen und konnten sie am Nachmittag im Olympischen Museum dann live erleben.“ Am Abend stand dann ein Gespräch mit Jan Holze, dem Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend, über eine mögliche deutsche Olympiabewerbung an – die Rhein-Ruhr-Region will sich schließlich für die Spiele 2032 bewerben. 

50 engagierte Jugendliche aus Deutschland durften jetzt nach Lausanne fahren: Dazu zählte auch Pauline Laufer (rechts) aus Meinerzhagen.

Am darauffolgenden Tag stand der erste Wettkampf für die Gruppe auf dem Programm. Es ging bereits früh morgens nach Les Tuffes in die Berge zum Biathlon, wo die Jugendlichen unter anderem Elias Asal zum vierten Platz angefeuert hat. „Unsere Gruppe wurde zum Stimmungsmacher und Fanblock des deutschen Jugendteams direkt an der Strecke“, berichtet Pauline Laufer. Weiter ging es mit dem 3x3-Eishockey und Eiskunstlauf am Sonntag. 

Treffen mit Thomas Bach

„Nach viel Anfeuern, Mitfiebern und Mitfreuen sind wir zum IOC gelaufen, wo wir ganz viel Glück hatten und Thomas Bach getroffen haben, der uns dann sogar sein Büro gezeigt hat“, blickt die Meinerzhagenerin auf einen Höhepunkt der Reise zurück. Außerdem konnte die Gruppe mit Christian Klaue sprechen. Er ist Direktor Strategische Kommunikation beim IOC und gewährte einige Einblicke in die Arbeit des IOC und die aktuellen Herausforderungen. Dazu gehöre auch das Ziel nachhaltiger Spiele oder der Umgang mit Sportlern, deren Geschlecht sich nicht in die vorhandenen Kategorien männlich oder weiblich einordnen lässt. 

Der Montag stand dann im Zeichen eines Vortrags von Fredi von Gunten von Swiss Olympic zum Sportsystem in der Schweiz und eines Besuchs im Olympischen Dorf. „Das ist ein einziges kreisförmiges Gebäude und wirkt schon von außen mit den vielen Flaggen beeindruckend“, so die 22-Jährige.

„Mit dem Chef de Mission Roland Frey, der Snowboard-Olympiasiegerin Amelie Kober und Dirk Schimmelpfennig (Vorstand Leistungssport im DOSB) haben wir ganz direkt über die Jugendolympischen Spiele geredet.“ Roland Frey habe sich für das Engagement der Jugendlichen bedankt.

„So ein kleines ,Danke‘ tut unheimlich gut und wird uns sicher noch lange Motivation schenken“, ist Pauline Laufer überzeugt. „Am nächsten Tag konnten wir Gudrun Doll-Tepper (unter anderem Vizepräsidentin des DOSB und Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie) mit Fragen löchern. Es wurde ein angeregtes Gespräch mit lustigen, interessanten und manchmal unglaublichen Geschichten aus ihrer Arbeit beim DOSB, IOC und der Universität Berlin“, erinnert sich die Meinerzhagenerin weiter. 

Nachmittags ging es zum Halbfinale des 3x3-Eishockey und die Teilnehmer diskutierten über das Sportsystem in Deutschland. Doch auch die Geselligkeit komme nicht zu kurz. „Neben all den Highlights auf dem Programm sind die gemeinsamen Abende in der Gruppe mit Kartenspielen oder dem Austausch über das eigene Engagement und Erfahrungen im Sport genauso wertvoll. 

Getreu den olympischen Werten ,excellence, respect and friendship‘ werden wir nach den zwei Wochen mit viel neuem Wissen und Motivation für unsere ehrenamtliche Arbeit, aber auch mit neuen Freundschaften im Gepäck nach Hause fahren“, ist Pauline Laufer vom Wert ihrer Reise in die Schweiz überzeugt.

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