Regen, Schnee und Sonnenschein: Der Winter 17/18

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An 18 Tagen lag in Meinerzhagen im Februar eine geschlossene Schneedecke.

Meinerzhagen - Die Bilanz des Winters 2017/2018: Eine maximale Schneehöhe von 30 Zentimetern und minus 15 Grad über Schnee gemessen.

In einem Monat fiel bis zu 170 Prozent mehr Niederschlag als üblich. 16 Tage am Stück gab es eine geschlossene Schneedecke. Während eines Monats war lediglich an drei Tagen und dann nur kurz die Sonne zu sehen.

Der meteorologische Winter hatte diesmal einiges zu bieten – nicht immer Positives. Reinhard Hinz hat viel zu berichten, wenn es um den Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 28. Februar 2018 geht. Der Redlendorfer betreibt eine Station für den Deutschen Wetterdienst, seine Aufzeichnungen geben die Witterungsverhältnisse an seinem Wohnort in 390 Metern Höhe wieder. 

Besonders über den vergangenen Dezember möchte Hinz lieber den Mantel des Vergessens ausbreiten. Datenmaterial hat er trotzdem: „Der Dezember war sehr nass, er brachte 150 Prozent mehr Niederschlag als in den Vergleichsmonaten der vergangenen zehn Jahre.“ Insgesamt fielen im Dezember 186,6 Millimeter Schnee und Regen und an 16 Tagen gab es eine geschlossene Schneedecke. Nur an Weihnachten war das wieder einmal nicht der Fall. „Wir hatten den trübsten Dezember fast seit Menschengedenken mit Niederschlag an 28 Tagen“, bilanziert Hinz. Der Beweis: „Nur an drei Tagen war überhaupt einmal kurz die Sonne zu sehen.“ Die Temperaturen im Dezember: Der Maximalwert von 10 Grad wurde am 30. gemessen, in zwei Metern Höhe. Am kältesten war es am 2. Dezember. Hinz: „Da habe ich am frühen Morgen minus 3,6 Grad in zwei Metern Höhe gemessen und minus 7,6 Grad über der dünnen Schneedecke.“ Die sogenannten Eistage mit 24-Stunden-Dauerfrost im Dezember: null. 

Wer sich vom Januar 2018 Wetterbesserung versprach, wurde arg enttäuscht. Reinhard Hinz berichtet sogar von 200,7 Millimetern Niederschlag – die Menge entspreche 170 Prozent, verglichen mit den Daten der vergangenen zehn Jahre. „An exakt 23 Tagen fiel im Januar Regen oder Schnee. Eine geschlossene Schneedecke hatten wir in dieser Zeit an 7 Tagen. Immerhin: Acht Tage mit Sonnenschein gab es auch. Und es war recht mild: Einen 24-Stunden-Eistag gab es wieder nicht. Die Maximaltemperatur betrug (in zwei Metern Höhe) 10 Grad, gemessen wurde sie am 24. Januar. Mit minus 1,3 Grad war es am 15. Januar am kältesten.

„Freundlich, winterlich“, lautet die Bilanz von Reinhard Hinz in Sachen Februar. Dafür sorgten eine an 18 Tagen geschlossene Schneedecke und 22 Tage mit Sonnenschein – endlich. Doch es wurde auch kalt: Am 28. Februar lag die Temperatur am frühen Morgen in zwei Metern über dem Boden bei minus 11,6 Grad. Die niedrigste Temperatur knapp über dem Boden über Schnee: minus 15 Grad am 8. Februar.

Die Gesamtbilanz von Reinhard Hinz: „Wir hatten 2017/2018 einen durchschnittlichen Winter mit relativ vielen Schneetagen.“

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