Corona: Krisenstab bei Otto Fuchs

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Auch beim größten Arbeitgeber in Meinerzhagen, der Firma Otto Fuchs, spielt das Coronavirus in diesen Tagen eine nicht unerhebliche Rolle.

Meinerzhagen – Auch Meinerzhagens größtes Unternehmen, die Otto Fuchs KG, befindet sich im Corona-Stresstest.

Bereits vor zwei Wochen hat der Zulieferer der Automobil- und Luftfahrtindustrie einen Krisenstab eingesetzt, der sich mit Präventions- und Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter beschäftigt.

An der Derschlager Straße tagt seither regelmäßig eine Gruppe aus Vertretern der Rechts- und Personalabteilung, des Marketings sowie der Geschäftsleitung. Ziel des Krisenstabs: Risiken einschätzen und minimieren, den Mitarbeitern Vorkehrungen nahelegen – und im Zweifel Konsequenzen ziehen. Natalie Karis, Leiterin der Abteilungen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, ist mit der bisherigen Umsetzung der Maßnahmen durchaus zufrieden, wie sie erklärt. „Alle Mitarbeiter verstehen die Maßnahmen und machen mit. Das klappt sehr gut“, sagt Karis.

Und die Liste der Maßnahmen ist lang: Der Reiseverkehr wurde eingeschränkt und auf das Nötigste minimiert. „Meetings mit mehr als 20 Personen werden grundsätzlich verschoben, auch Treffen mit externen Partnern werden in der Regel abgesagt“, erklärt Natalie Karis. 

Nach Bekanntwerden der Ausbreitung habe man sich bei Fuchs unmittelbar um Desinfektionsmittel gekümmert. An vielen Stellen im Unternehmen – nicht nur am Standort in Meinerzhagen – hängen Handlungsempfehlungen, die zum Beispiel notwendige Hygienemaßnahmen und Begrüßungsformen beschreiben. Karis: „Händeschütteln ist seitdem im ganzen Unternehmen tabu.“ 

Auch die Besuche der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten untereinander wurde auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Dementsprechend wird die Kantine in Grünewald vorerst nur von den standorteigenen Mitarbeitern in Grünewald genutzt. 

Mitarbeiter, die mit begründeten Corona-Verdachtsfällen in Kontakt standen, konnten bis zur Klärung einer möglichen Ansteckung zuhause bleiben beziehungsweise im Home Office arbeiten. Dies sei aber nur in Einzelfällen notwendig gewesen. Natalie Karis betont: „Bislang haben wir keinen einzigen Corona-Fall.“

Dies alles seien Maßnahmen, die das Risiko eindämmern sollen – „was letztlich in den nächsten Wochen aber noch passiert, ist schwer absehbar“, sagt Natalie Karis, die um die geringe Einflussnahme weiß. Sie zeigt sich allerdings erleichtert darüber, dass alle Fuchs-Mitarbeiter derzeit an einem Strang ziehen und gewillt seien, dem Virus die Stirn zu bieten. „Wir tun alles uns Mögliche, um die Ausbreitung zu unterbrechen.“ Unterdessen laufe der Betrieb an allen Standorten unverändert weiter. Die Lieferketten seien stabil.

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