Frima aus Meinerzhagen

Unternehmen aus MK reagiert auf Corona: Gutscheine statt Weihnachtsfeier

Die Weihnachtsfeier muss ausfallen, die Meinerzhagener Firma Frima, im Bild Vertriebsleiter Alexander Engler, hat daher Gutscheine für das Wirtshaus an seine 70 Mitarbeiter verteilt. Eine Idee, die auch den Gastronomen etwas helfen könne, hoffen Vassilios Spiroglou und Ionna Tsakiridou.
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Die Weihnachtsfeier muss ausfallen, die Meinerzhagener Firma Frima, im Bild Vertriebsleiter Alexander Engler, hat daher Gutscheine für das Wirtshaus an seine 70 Mitarbeiter verteilt. Eine Idee, die auch den Gastronomen etwas helfen könne, hoffen Vassilios Spiroglou und Ionna Tsakiridou.

Geselligkeit – ein Tabu in der Corona-Zeit. Restaurants – nach wie vor geschlossen. Weihnachtsfeiern in Firmen und Betrieben – nicht in diesem Jahr. Nicht verzichten möchte die Meinerzhagener Firma Frima jedoch auf ein Dankeschön an die Mitarbeiter. Anstelle einer gemeinsamen Feier gibt es im Corona-Advent Restaurant-Gutscheine für alle Mitarbeiter. Eine Variante, die Nachahmer finden dürfe, meint Frima-Einkaufsleiter Alexander Engler. Denn die Gutscheine erfüllen noch einen weiteren Zweck.

Meinerzhagen – Freitag vor dem ersten Advent – „normalerweise hätten wir an diesem Tag wie in den beiden Vorjahren auch unsere Weihnachtsfeier im Wirtshaus durchgeführt. Die aktuelle Lage lässt dies nicht zu. Umso wichtiger ist es uns, die Gastronomie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen“, so Alexander Engler. „Die Zeit ist für alle nicht einfach. Da müssen wir zusammenhalten. Auch in Meinerzhagen.“

Jeder der insgesamt 70 Mitarbeiter des Bremsbeläge-Herstellers habe einen Gutschein in Höhe von 50 Euro erhalten, berichtet Engler: „Das war eine schöne Überraschung.“

Die Zeit ist für Gastronomen nach wie vor schwierig

Ebenso groß ist die Freude auch bei Vassilios Spiroglou und seiner Ehefrau Ionna Tsakiridou, auf Gutscheine umzusteigen: „Man kann das gar nicht in Worte fassen.“ Die heimische Gastronomie auf diese Weise zu unterstützen – das sei eine schöne Geste. Und eine hilfreiche für die Gastronomen obendrein. „Es ist alles schwierig. Die Kosten laufen, doch das Geschäft muss geschlossen bleiben. Und der Sommer ist weit weg“, sagt Ionna Tsakiridou. Die Sommermonate seien in diesem Jahr wichtig gewesen für den Betrieb, „das Herz aber ist die Weihnachtszeit. Und jetzt ist zu.“ Die Einschränkungen in der Gastronomie wirkten sich auch auf die Stadt aus, bedauert Ionna Tsakiridou: „Ohne Gastronomie ist die Stadt doch tot.“

Was kommt im Januar?

Dass die Einschränkungen bis Dezember aufrecht erhalten würden – keine Überraschung für Vassilios Spiroglou, damit hatte er gerechnet. Umso dankbarer sei man daher für Unterstützungen wie jene in Form von Gutscheinen der Firma Frima: „Das können alle gut gebrauchen.“ Für die heimischen Gastwirte sei es trotz Liefer- und Abholservice eine schwierige Zeit. „Und was im Januar kommt – das wissen wir nicht“, sagt Vassilios Spiroglou.

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