Die Meinerzhagener Tafel rechnet mit mehr Bedürftigen

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Das Team der Meinerzhagener Tafel hilft derzeit 517 Menschen auch durch die Ausgabe von Lebensmitteln.

Meinerzhagen - Wie sich die Situation an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei entwickelt, weiß auch Klaus Reimann nicht. Der Sprecher des Mitarbeiterteams der Meinerzhagener Tafel rechnet allerdings damit, dass neue Flüchtlinge auch nach Meinerzhagen kommen könnten.

Und deshalb wäre er froh, wenn das Spendenaufkommen erhöht werden könnte. 

517 Personen werden im Moment in der Liste der Tafel aufgeführt. Damit sind 314 Erwachsene und 203 Kinder von der Lebensmittelausgabe, die an jedem ersten Donnerstag im Monat im Gemeindezentrum am Inselweg stattfindet, abhängig. Unter diesen Menschen, denen durch die Spenden geholfen wird, sind 80 Migranten. 2016 suchten viel mehr Flüchtlinge aus Krisengebieten Schutz in Deutschland als heute. Damals betreute das heimische Tafel-Team im Dezember 500 Erwachsene und 170 Kinder, darunter 240 Migranten. 

Sollte die Situation in Griechenland weiter eskalieren, ist ein ähnlicher Ansturm von Menschen möglich, die vor dem Krieg fliehen. Ist die Tafel darauf vorbereitet? „Auf jeden Fall brauchen wir schon jetzt mehr Spenden. Wir haben zwar noch Rücklagen, aber besonders was frisches Obst und Gemüse angeht, sind wir für Spenden immer dankbar“, sagt Klaus Reimann.

Generell ist die Spendenbereitschaft in Meinerzhagen aber nach wie vor beachtlich. Reimann freut sich, dass fast alle Geschäfte, die mit Lebensmitteln handeln, die Tafel bedenken – inklusive Metzgereien und Bäckereien. Allerdings gebe es Schwankungen. „Und generell ist es in den letzten Monaten vom Gefühl her weniger geworden“, berichtet der Tafel-Mitarbeiter. Besondere Bedeutung kommt deshalb den Geldspenden zu. „Die ermöglichen es uns, Waren hinzuzukaufen“, erläutert Reimann. Und er fügt hinzu: „Wer spenden oder bei uns mitarbeiten möchte, kann zur nächsten Ausgabe ins Gemeindezentrum Inselweg kommen und mit uns sprechen.“ Die ist übrigens am Donnerstag, 5. März. 

Mehr als 40 Mitarbeiter kümmern sich bei den Ausgabeterminen um die Gäste, wie die Kunden im offiziellen Sprachgebrauch bezeichnet werden. Und die bekommen nicht nur Nahrungsmittel, auch Kleidung und Haushaltsgegenstände werden – je nach Verfügbarkeit – abgegeben. Und in der Cafeteria gibt es Brötchen und Kuchen. „Letzteren bekommen wir von auch von Inner-Wheel-Mitgliedern, der Rest wird gespendet“, berichtet Reimann. 

Wer bei der Tafel nachgewiesen hat, dass er bedürftig ist – beispielsweise durch eine Bescheinigung vom Jobcenter oder dem Rentenbescheid –, muss auch selbst noch einen kleinen Obolus entrichten. Dabei spielt der Ausweis eine Rolle, der bei der Neuanmeldung an jeden Tafel-Kunden vergeben wird. Darauf wird vermerkt, für wie viele Personen der Gast Lebensmittel in Empfang nimmt. „Für ein bis vier Menschen kostet die Ausgabe dann einen Euro, für fünf bis acht zwei Euro und für neun bis elf drei Euro“, erläutert Reimann.

Die nächste Öffnungszeit:

Im evangelischen Gemeindezentrum am Inselweg steht das ehrenamtlich tätige Mitarbeiter-Team der Meinerzhagener Tafel am Donnerstag, 5. März, wieder bereit, um Lebensmittel an bedürftige Personen zu verteilen. Im Textil-Raum werden Textilien, Spielsachen und weitere Utensilien angeboten – Wie immer bewirten die Mitarbeiter die Tafel-Gäste gerne in der Cafeteria mit Getränken und einem kleinen Imbiss. Folgende Ausgabezeiten gelten für die Gäste im März: 1. Gruppe: (gelb) ab 14.30 Uhr, 2. Gruppe: (blau) ab 15.15 Uhr, 3. Gruppe: (grün) ab 16.15 Uhr, 4. Gruppe: (rot) ab 17 Uhr. Aus gegebenem Anlass geschieht der Einlass nur noch in der Reihenfolge der Farben- und Ausweisnummern und angegebenen Zeiten. Dringend bitten die Organisatoren die Gäste um Einhaltung dieser Ausgabezeiten. Die Tafel schließt um 17.30 Uhr. Jeder Gast möge bitte für den Transport der Waren Tragetaschen mitbringen.

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