Tafel ist auf Unterstützung angewiesen - nicht nur zur Weihnachtszeit

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Treuer Spender: Wolfgang Oehm (Mitte) und Achim Freyer (Zweiter von rechts) überreichten den Tafel-Helfern erneut einen Scheck in Höhe von 2500 Euro.

Meinerzhagen - 84 Hände sammeln, packen, verteilen – ohne ihre Helfer würde die Meinerzhagener Tafel den Ansturm auf ihre monatlichen Ausgaben kaum bewältigen können.Allerdings müssen dabei einige Hürden überwunden werden, wie das Team der Tafel jetzt im Rahmen einer schon traditionellen Spendenübergabe erklärte.

„Wir können längst nicht mehr zu jedem Händler hinfahren und Ware abholen“, erklärt Tafel-Mitinitiatorin Gudrun Weiße. Einige Ketten würden sogar die nicht verkauften Frischwaren zum Zentrallager zurück transportieren. Und auch die bekannten Sonderposten-Kisten aus dem untersten Regal der Kühltheke würden den Tafeln einige Waren abspenstig machen. „Wenn die Geschäfte diese Artikel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums lieber zum halben Preis verkaufen, bleibt für uns nichts übrig“, so Weiße, die sich über die zahlreichen Geldspenden der vergangenen Wochen (die MZ berichtete) umso mehr freut. 

Einer der treuesten Unterstützer ist dabei Wolfgang Oehm. Der Unternehmer aus Lindlar (Firma Oni) ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, persönlich am Inselweg zu erscheinen, um einen symbolischen Scheck in Höhe von 2500 Euro an die Mitarbeiter der Meinerzhagener Tafel zu überreichen. Für den gebürtigen Valberter und frisch gekürten Träger des Bundesverdienstkreuzes gehört das soziale Engagement seit jeher zu den Grundfesten seiner Unternehmensphilosophie – und so machte er auch bei der diesjährigen Spendenübergabe anderen Firmen Mut, sich verstärkt für den guten Zweck stark zu machen. 

„Wir handeln ganz bewusst nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber. Denn nur so können wir auch anderen zeigen, wie es geht“, betonte Wolfgang Oehm, der sich denn auch über einen aktuellen Aufruf des Unternehmens Otto Fuchs freut, das seine Geschäftspartner in der Vorweihnachtszeit um Spenden für soziale Zwecke gebeten hat. Dass sowohl die Vorbildfunktion als auch der Aufruf andere motivieren, wurde zuletzt anhand einiger Spendenübergaben deutlich. „Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir das ganze Jahr über Waren zukaufen müssen“, betonen die Tafel-Helfer. Die in Geschäften eingesammelten Waren reichten nämlich nicht aus, um den Bedarf zu decken – der nicht zuletzt aufgrund der Flüchtlingssituation ungebrochen ist. 

Und so packt das Tafel-Team auch in diesem Jahr etwa 250 Weihnachtspakete und damit zwar weniger als im Vorjahr (360), aber immer noch deutlich mehr als vor Beginn der Einwanderungsphase. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 hatten die Helfer noch 160 Pakete zur Weihnachtszeit gepackt. „Dabei ist uns wichtig, nicht Alltägliches zur Weihnachtszeit in die Pakete zu füllen, nicht das Billigste vom Billigen“, sagt Monika von der Linnepe, die die Federführung der Weihnachtsaktion übernommen hat und weiter um Spenden bittet (siehe Info-Kasten).

Tafel bittet um Spenden

Auch in diesem Jahr erhalten die Gäste der Meinerzhagener Tafel eine Weihnachtsüberraschung in Form einer prall gefüllten Tüte. Hierfür bittet das Tafel-Team die Bevölkerung um haltbare Lebensmittel-Spenden, wie zum Beispiel Kaffee, Kakao, weihnachtliches Gebäck, Schokolade, Obst- oder Fischkonserven. Allerdings keinen Alkohol oder Zigaretten. Die Spenden werden im evangelischen Gemeindezentrum am Inselweg angenommen und zwar am morgigen Freitag, 9. Dezember, von 9 bis 15 Uhr und am kommenden Samstag, 10. Dezember, von 9 bis 12 Uhr.

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