Meinerzhagener spenden für Afrika-Hilfsprojekt Kangemi

Das Ehepaar Nicolay sammelt Spenden für ein afrikanisches Hilfsprojekt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Karin und Fritz Nicolay haben im Laufe des Jahres durch Vortragsdienste und durch den Verkauf von Artikeln aus Afrika bei Basaren, Gemeindefesten und ähnlichen Veranstaltungen – unter anderem bei Festen an der Knochenmühle – eine ansehnliche Summe zusammengetragen.

Zusätzlich erhielten sie noch Zuwendungen von Verwandten und Freunde, die zum Beispiel auf Geschenke zu ihren Geburtstagen und Ehejubiläen verzichtet und sich stattdessen Spenden für das von dem Ehepaar Nicolay unterstützte Projekt gewünscht hatten.

Das Engagement der beiden Echternhagener gilt der „Hupendo School“, einer privaten christlichen Schule für 450 Kinder in Kangemi, einem Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi, in dem rund 250 000 Menschen mehr schlecht als recht leben. Das Geld, das seit ihrem letzten Aufenthalt in Nairobi vor genau einem Jahr für das Projekt zusammengekommen ist, sowie Brillen, Handys, Schulmaterial und anderes mehr haben die Nicolays jetzt nach Kenia mitgenommen. Seit dem 12. und bis zum 25. Oktober sind die beiden Rentner wieder in Kenia, um sich einen Einblick in den aktuellen Stand des Projekts zu verschaffen. Diesmal werden sie von einem Elektriker begleitet, dessen fachmännische Hilfe an mehreren Stellen benötigt wird. In Nairobi feiern die Nicolays nicht nur ein Wiedersehen mit vielen Schülern, deren strahlende Gesichter sie als schönsten Dank für ihr Engagement betrachten, mit Lehrern und sonstigen Bekannten, sondern auch mit Elke Schmidt aus Halver, die sechs Wochen ehrenamtlich in der „Hupendo School“ unterrichtet hat.

Die pensionierte Lehrerin hatte 2010, als sie mit den Nicolays in Afrika unterwegs war, die Schule kennengelernt und sich zu einem Einsatz in diesem Jahr entschlossen. Das Ehepaar Nicolay hat sich das ganze Jahr über durch aktuelle Fotos, die Einheimische ihnen aus einem Internetcafé zugeschickt haben, über den Stand der Baumaßnahmen an der Schule informiert,. Dort waren Anfang 2010 drei Klassenräume mit einer Schlammlawine einen Abhang hinabgerutscht. Ein Pater von der Steyler Mission hat in ihrem Auftrag das Material besorgt, das für die Bauarbeiten benötigt wurde. Durch den Einsatz des Ehepaares Nicolay konnten 2010 zwei große 10 000 Liter-Wassertanks für die Schule angeschafft werden. Auf ihnen wurden die Namen aller verewigt, mit deren Spenden diese finanziert wurden. Auch jeweils sechs Toilettenanlagen für Mädchen und für Jungen konnten erstellt werden. Und die Schäden, die ein Brand vor zwei Jahren angerichtet hatte, wurden beseitigt. Im Jahr 2012 –so hoffen Karin und Fritz Nicolay – wird man die Bauarbeiten abschließen können.

2013 möchten sie dann mit einer Gruppe von Menschen, durch deren Spenden das Schulgrundstück erworben und die verschiedensten Anschaffungen getätigt werden konnten, nach Kenia fliegen. Da vor allem die stark abgenutzten Schulbänke und Wandtafeln durch neue ersetzt werden, die Gehälter für die Lehrkräfte aufgebracht werden müssen und die laufenden Kosten steigen, weil die Regierung wegen der Hungersnot die Schulspeisung – das einzige, für das sie bisher aufgekommen ist – nicht mehr finanziert, geht der Einsatz des Ehepaares Nicolay für die „Hupendo School“ gleich nach seiner Rückkehr ins Sauerland weiter. Die Volmestädter bringen unter anderem schöne handgefertigte Dinge – unter anderem Holzarbeiten und Schmuck aus handgemachten Perlen – vom Massai-Markt in Nairobi mit, die sie auf Weihnachtsbasaren und -märkten – unter anderem in Attendorn – zugunsten ihres Projekts verkaufen wollen. Mit Menschen vor Ort wollen sie sich Gedanken über Möglichkeiten einer Berufsausbildung für die Kinder machen, die die „Hupendo School“ absolviert haben. In Nairobi werden sie ein anderes Ehepaar aus dem Sauerland treffen: Margret und Güner Ozdyk aus Lüdenscheid, deren Aufgaben darin bestehen, im Dienst des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) eine zweijährige Aufbauarbeit auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik zu leisten, die afrikanischen Nationalverbände des CVJM miteinander zu vernetzten und beim Aufbau einer Hochschule in Togo mitzuhelfen.

Vortragstermine können unter E-Mail F.u.K.Nicolay@t-online.de oder Tel. 02358/453 mit Karin und Fritz Nicolay vereinbart werden. Spenden können mit dem Stichwort „Hilfsprojekt Kangemi/Kenia“ auf das Konto 562 des ev. Kreiskirchenamts in Lüdenscheid bei der Sparkasse Lüdenscheid (BLZ 458 500 05) eingezahlt werden. Alle Beträge gehen zu 100 Prozent an das Schulprojekt.

Von Ingrid Weiland

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