„Schwarzfahrer“ wird in Abwesenheit verurteilt

Meinerzhagen - Offenbar zog es einen jungen Meinerzhagener regelmäßig in die Ferne. Reichtümer besaß er nicht, also sparte er sich das Geld für die Zugtickets und das auch nicht zum ersten Mal. Am Dienstag hätte sich der 33-Jährige wegen Erschleichens von Leistungen verantworten sollen. Den Weg zum Amtsgericht fand er allerdings nicht.

Bereits zwei Mal brachte ihm seine Neigung, sich als blinder Passagier zu betätigen, Ärger mit der Justiz ein. Beeindrucken konnte ihn das offensichtlich nicht. Zwischen Januar und Juni, so zumindest der Vorwurf, gönnte er sich neun Zugfahrten, wobei es ihn in den meisten Fällen nach Köln zog. In Fahrscheine investierte er nicht. Er fuhr schwarz und wurde stets erwischt.

Am Dienstag hätten seine Ausflüge ein Nachspiel haben sollen, doch die Anklagebank blieb leer. Sollte der 33-Jährige gehofft haben, auf diese Weise einer Strafe zu entgehen, dürfte ihn nun eine böse Überraschung erwarten. Das Gericht machte im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess und verurteilte ihn in Abwesenheit per Strafbefehl zu 900 Euro Geldstrafe.

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