Erst 2020 wieder weiße Weihnachten?

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Momentaufnahme vom 20. Dezember 2010: Das Schützenhaus auf dem Schützenplatz versank förmlich im Schnee. Weiße Weihnachten sind aber auch bei uns eher die Ausnahme.

Meinerzhagen - Statistisch betrachtet gibt es in Meinerzhagen etwa alle zehn Jahre weiße Weihnachten. Und weil 2010 die letzten Flocken für eine geschlossene Schneedecke an Volme, Lister und Ihne sorgten, sollte das Christfest diesmal – wie so oft – eigentlich wieder ins Wasser fallen.

Reinhard Hinz betreibt in Redlendorf auf 390 Metern Höhe eine Station des Deutschen Wetterdienstes. Und er hat die vergangenen zehn Jahre „wettertechnisch“ und mit dem Schwerpunkt „Weihnachten“ genau unter die Lupe genommen. Das Resultat: Am 24., 25. und 26. Dezember 2010 lag der Schnee in seinem Garten 45 Zentimeter hoch.

„Damals hatten wir im Zeitraum vom 21. bis 31. Dezember sogar durchgängig Schnee. Die Höchstmenge lag bei 58 Zentimetern.“ Ansonsten fällt die Bilanz für heimische Freunde der „weißen Pracht“ im vergangenen Jahrzehnt eher ernüchternd aus. Ein kleiner Lichtblick: „2009 lag zumindest noch ein wenig Schnee an den drei Weihnachtstagen – es regnete allerdings und es herrschte Tauwetter“, erläutert Hinz.

Und 2001, so der Wetterexperte weiter, habe Weihnachten ebenfalls noch Schnee gelegen, sogar relativ viel. „Es war trocken, dazu schien sogar die Sonne“, berichtet Hinz, der auch Kurioses niedergeschrieben hat: „2015 belegen meine Aufzeichnungen für Redlendorf, dass wird am 26. Dezember eine Höchsttemperatur von sage und schreibe 13,2 Grad hatten, bei wolkenlosem Himmel.“

Nicht ausgeschlossen also, dass der Festtagsbraten 2017 auf der Terrasse serviert werden kann. Die sollte dann allerdings überdacht sein, denn Niederschlag in flüssiger Form war zu Weihnachten in Meinerzhagen in den vergangenen zehn Jahren eher die Regel als eine Ausnahme. Hinz: „In sieben von zehn Jahren hat es an den Weihnachtstagen seit 2007 geregnet.“

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