Anschluss an Ringnetz der Südwestfalen IT

Schnell und sicher: Neues Netz für das Meinerzhagener Rathaus

+
Datenkabel werden zurzeit bereits im Bereich Oststraße verlegt.

Meinerzhagen - Schnelles Internet für Meinerzhagen. Firmen, die Stadt und Privatleute wünschen sich das sehr – und zwar zügig. Zumindest im Rathaus ist man jetzt zuversichtlich, dass bald schnellere Up- und Downloads möglich sein werden. Die neue Datenleitung liegt nämlich bereits im Keller.

Aufmerksame Passanten werden vor einigen Tagen an der Bahnhofstraße bemerkt haben, dass vor dem Rathaus ein Graben gezogen wurde. Das hängt mit der Verlegung der neuen Leitung zusammen. Die kleine Baustelle ist inzwischen geräumt. Und das Kabel ist im Serverraum des Verwaltungsgebäudes angekommen, jetzt geht es nur noch um den Anschluss innerhalb des Hauses.

Die Stadt hat außerhalb ihres Verwaltungssitzes allerdings nur begrenzten Einfluss auf den geplanten Anschluss an eine sichere Ringleitung, die Behörden vorbehalten ist. Denn: Hier ist die Südwestfalen IT (SIT) ist mit im Boot. 

Ringleitung soll Ende Juni in Betrieb genommen werden

Der kommunale Dienstleister wird von Städten und Gemeinden – darunter auch Meinerzhagen – beauftragt und kümmert sich unter anderem um den Aufbau der Ringleitung. Von der soll auch die Volmestadt profitieren: „Die SIT schließt uns als eine der ersten Kommunen in ihrem Bereich daran an. Wann das passiert, kann ich allerdings auf den Tag genau noch nicht sagen“, erläuterte Helmut Klose, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste. 

Geplant ist jedenfalls, die Ringleitung etwa Ende Juni „aufzuschalten“, also in Betrieb zu nehmen. Der aktuelle Stand ist zurzeit dieser: Meinerzhagen hat einen Vertrag mit dem Unternehmen Enervie geschlossen. Das wiederum beauftragte eine heimische Firma damit, die Erdarbeiten zum Anschluss des Rathauses vorzunehmen. Dazu musste tiefbau-technisch der Weg von der Verteilstation im Gebiet „Diva im Park“ an der Ecke Volmestraße/Bahnhofstraße bis zum Rathaus überbrückt werden. Das ist bereits passiert. 

Sicherheit für sensible Daten

Nötig ist der Anschluss an die SIT-Ringleitung nun auch, um größtmögliche Sicherheit in Sachen Schutz sensibler Daten zu gewährleisten. Schließlich werden über diese Glasfaser später verschiedene Behörden vernetzt sein, deren Tagesgeschäft auch der Umgang und Austausch von Daten ist, die nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Angeschlossen wird die heimische Stadtverwaltung laut Helmut Klose übrigens aus zwei Richtungen: Herscheid und Kierspe. Durch diese Maßnahme sei gesichert, dass man auch bei Ausfall der Leitung in eine Richtung über eine weitere Verbindung in die andere Richtung verfüge. Klose hofft nun, dass zwei aus dem Rathaus nicht zu beeinflussende Faktoren reibungslos über die Bühne gehen: „Ein Techniker muss den Anschluss im Rathaus vornehmen und die SIT muss die Ringleitung in Betrieb nehmen.“ 

Glasfaser-Anschluss inzwischen auch kostenfrei

Und wie sieht es mit dem schnellen Internet in Meinerzhagen generell aus? Den aktuellen Stand erläuterte Katharina Suerbier, im Rathaus zuständig für den Bereich Wirtschaftsförderung. Sie berichtet, dass der Märkische Kreis mit der Stadt Meinerzhagen bereits im Jahr 2017 den Förderantrag zum Breitbandausbau in Wohngebieten gestellt habe. „Inzwischen ist ein Großteil des Förderverfahrens abgeschlossen. Die Verantwortlichen der Kreisverwaltung rechnen damit, dass das Vergabeverfahren bis Mitte dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen sein wird. In einem enormen Kraftakt werden dann 35 Ortslagen im Stadtgebiet, insgesamt etwa 8740 Haushalte, angebunden. Dies wird entsprechend der vorhandenen Ausbaukapazitäten der Tiefbauunternehmen voraussichtlich bis zum Jahr 2025 andauern.“

Der Glasfaser-Anschluss bis zum jeweiligen Gebäude sei – nach einer entsprechenden Änderung der Richtlinien – inzwischen auch kostenfrei, fügt sie hinzu. Insgesamt, so Katharina Suerbier weiter, habe man sich in der Vergangenheit durch einen wahren bürokratischen Dschungel kämpfen müssen. Denn die Verfahrensschritte seien jeweils penibel vorgegebenen und sie würden streng kontrolliert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare