Sinterklaas begrüßt Meinerzhagener

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Der Sinterklaas versuchte, Berührungsängste zu nehmen.

Meinerzhagen/Kierspe - „Sinterklaas kapoentje, gooi wat in mijn schoentje“ – so lautet der Anfang eines in den Niederlanden bekannten Nikolaus-Liedes, das die Kinder und die Erwachsenen bereits im Bus auf der Fahrt nach Kampen unter Anleitung von Lilian Tanzius gelernt haben. Am Samstag hatte das Komitee Städtepartnerschaft Meinerzhagen zu einer Tagesfahrt für Familien in die Partnerstadt Kampen eingeladen (wir berichteten).

Mit zwei Bussen waren die Mitreisenden – darunter 22 Kinder – unter der Leitung von Lilian Tanzius, Helga Pierlings, Jörg Simon und Ulrich Blumenrath am frühen Morgen aufgebrochen, um das besondere Ereignis um die Ankunft von Sinterklaas zu erleben. Dafür hatte Tanzius für alle Kinder bunte Mützen beschafft.

Was es mit der Legende von Sinterklaas auf sich hat, das erfuhren die Teilnehmer der Fahrt schon unterwegs von Lilian Tanzius: Nikolaus wird in den Niederlanden viel größer gefeiert als das Weihnachtsfest. In früherer Zeit gab es an Weihnachten keine Geschenke für die Kinder, denn die konnten bereits mit der Ankunft des Nikolauses Mitte November ihre Schuhe herausstellen und fanden jeden Morgen eine Kleinigkeit darin vor. Am 5. Dezember dann war der berühmte „Päckchen-Tag“. Da wurden die Kinder reich beschenkt. Allerdings erhalten die Kinder inzwischen auch zu Weihnachten Geschenke.

Sinterklaas begrüßt Meinerzhagener in Kampen

In Kampen angekommen, begaben sich die Meinerzhagener zügig zum Hafen, wo bereits zahlreiche Kinder und Erwachsene auf die Ankunft von Sinterklaas warteten. Begeistert begrüßten sie Sinterklaas mit seinem Gefolge, der – zumindest der Sage nach – auf einem Schiff aus Spanien im Hafen anlegte. Auf dem großen Platz war eine Tribüne aufgebaut, eine Musikkapelle spielte, und der Nikolaus sprach zu allen Kindern, nachdem er auf seinem Weg dorthin vielen Kinder persönlich die Hände geschüttelt hatte.

Dann wurde gemeinsam gesungen – und nicht nur die Kinder wurden mit Bonbons und Plätzchen aus den Säcken der schwarzen Pieten reich beschenkt.

Anschließend ritt Sinterklaas auf seinem weißen Pferd durch die Stadt, immer begleitet von vielen Kindern und Erwachsenen. In der Innenstadt ist während der Nikolauszeit, also bis zum 5. Dezember, ein eigenes Geschäft eingerichtet. Darin werkeln nun die schwarzen Pieten als Helfer des Sinterklaas Tag und Nacht, um die vielen Kekse zu backen und die Geschenke für die Kinder zu packen.

Für die Reisegruppe aus Meinerzhagen und auch eine Gruppe aus Soest, ebenfalls Partnerstadt von Kampen, war am Mittag dann eine besondere Veranstaltung geplant. Alle waren in den „Stadsgehoorzaal“ in Kampen geladen. Dort wurde Sinterklaas mit seinem Gefolge erwartet, um alle Kinder besonders zu begrüßen und ihnen ein kleines Geschenk zu übergeben. Natürlich sollten die Kinder auch etwas dafür tun, verlangte der Nikolaus. Und so sangen die kleinen und großen Gäste aus Meinerzhagen dem Nikolaus die gelernten Lieder vor. Der war so begeistert von dem Vortrag, dass er jedes Kind einzeln zu sich rief und für jeden Jungen und jedes Mädchen persönliche Worte fand.

Unter den Anwesenden waren auch Teun de Man und seine Tochter Connie, die auch die Moderation des Nachmittags übernahm, sowie Jeep Knipers und Marielle van Zanten von der „Werkgroep“, dem Organisationsteam der Veranstaltung. Auch Bürgermeister Bort Koelewijn schaute bei der Veranstaltung vorbei und wurde von dem Meinerzhagener Komitee und besonders von vom ehemaligen Bürgermeister Erhard Pierlings sowie von Helmut Benninghaus begrüßt.

Vor, zwischen und nach den besonderen Höhepunkten der Tagesfahrt hatten die Mitreisenden Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten der Hansestadt mit ihren vielen Kirchen zu erkunden oder einfach über den Markt und durch die belebte Innenstadt zu bummeln, bevor es am späten Nachmittag für die begeisterten Besucher nach einem Tag mit vielen Erinnerungen zurück nach Meinerzhagen ging.

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