Jugendamt-Filiale in Meinerzhagen muss umziehen

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Die Außenstelle des Jugendamtes wird die Räume im Rathaus verlassen müssen.

Meinerzhagen - Zwar verfügt Meinerzhagen aufgrund seiner Größe über kein eigenes Jugendamt – doch eine Anlaufstelle für Fragen der Jugendhilfe gibt es an der Bahnhofstraße dennoch: Im ersten Geschoss des Verwaltungsgebäudes 3 ist seit etwa sechs Jahren eine Außenstelle des Jugendamtes untergebracht.

Zehn Mitarbeiter arbeiten dort schwerpunktmäßig Anfragen und Aufgaben für die Städte Meinerzhagen und Kierspe ab. Ein Ende ist allerdings absehbar. Helmut Klose, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeister, bestätigte am Montag auf Anfrage der MZ, dass die Stadtverwaltung dem Märkischen Kreis als Mieter der Räume gekündigt habe. Grund: Eigenbedarf. „Hintergrund ist der erhöhte Aufwand im sozialen Bereich, insbesondere im Asylbereich“, erklärte Klose.

Die Räume im Erdgeschoss, die das städtische Sozialamt nutzt, reichten mittlerweile bei Weitem nicht mehr aus, um dem Beratungs- und Bearbeitungsaufwand für verschiedene Gruppen gerecht zu werden. „Dort sitzen die Kollegen zeitweise zu dritt im Büro“, so Klose . Durch den Auszug der Jugendamt-Zweigstelle stehen der Stadt nach Ablauf der Kündigungsfrist von sechs Monaten ab Mai 2017 sechs weitere Büroräume zur Verfügung.

„Wir sind dem Kreis bei der Suche nach neuen Räumen aber behilflich, da wir uns natürlich freuen würden, wenn wir weiterhin eine Zweigstelle in Meinerzhagen anbieten könnten“, sagte Helmut Klose. Bislang, so hieß es gestern aus dem Kreishaus, sei man auf der Suche nach geeigneten Immobilien allerdings noch nicht fündig geworden. „Wir suchen händeringend“, sagte Kreis-Pressesprecherin Ursula Erkens.

Auch Besichtigungstermine hätten bereits stattgefunden, „noch ist aber nichts spruchreif“. Für Helmut Klose steht indes fest, dass man die Mitarbeiter des Jugendamtes Ende April im Zweifel nicht einfach auf die Straße setzen wolle. Man befinde sich in enger Abstimmung mit dem Kreis. Das Jugendamt des Märkischen Kreises ist für alle Aufgaben der öffentlichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe für die Städte und Gemeinden Balve, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Schalksmühle zuständig.

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