Neues Schuljahr, neue Schulsachen

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In der Buchhandlung Schmitz sind Wolfgang Schmitz und seine Mitarbeiterin Kerstin Bestgen auf den Beginn des neuen Schuljahres eingestellt.

Meinerzhagen - Die freie Zeit ist bald vorbei. Noch etwas mehr als eine Woche können Schülerinnen und Schüler die Ferien genießen. Auch wenn die meisten von ihnen noch nicht an Matheformeln und Englischvokabeln denken, sind andere schon vorbereitet auf den Schulstart.

Bei Wolfgang Schmitz stapeln sich die Bücher. Normal in einer Buchhandlung. In seinem Geschäft in der Fußgängerzone Zur Alten Post liegen aber auch die Schulbücher für das Gymnasium und die Gesamtschule bereit. Bereits vor dem Beginn der Sommerferien, dann erhält Schmitz eine Liste der beiden Schulen und bestellt auf Vorrat, wurden alle geliefert – fast. Lieferverzögerungen gibt es für die neuen Bücher der zukünftigen Sechstklässler des Gymnasiums. Grund: Die Umstellung von G8 auf G9, die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren, bedeutete auch entsprechende Veränderungen in den Schulbüchern. „Das Deutschbuch ist da, doch bei Mathe und Englisch gibt es Verzögerungen“, berichtet Wolfgang Schmitz, der jedoch hofft, dass die noch fehlenden Bücher in den nächsten Tagen eintreffen werden. 

Manche Familien haben die Anschaffungslisten bereits abgearbeitet und sich zu Beginn der Ferien mit dem neuen Lernstoff „eingedeckt“. Erfahrungsgemäß herrscht aber auch in den ersten zwei Wochen nach Schuljahresanfang Betrieb in der Buchhandlung. Viele kommen auch erst dann, vor allem die älteren Schüler. „Alles in allem verteilt sich das ganz gut“, weiß der Meinerzhagener Buchhändler.

Gesetzlich festgelegt ist der Anteil, den Eltern für die Schulbücher ihres Nachwuchses zahlen müssen. Zwei Drittel der Schulbücher werden vom Schulträger finanziert. Die städtischen Schulen in Meinerzhagen, dazu zählen die drei Grundschulen und die Sekundarschule, bestellen den Elternanteil gleich mit und sammeln das Geld dafür ein. Das Lehrmaterial wird auch direkt an die Schulen geliefert, in den Einrichtungen sortiert und zu Schuljahresbeginn in den Klassen verteilt. Die Bücher, die von den Schulen angeschafft werden, bleiben in ihrem Besitz und werden ausgeliehen.

Von der Menge her sei die Zahl der Schulbuchbestellungen natürlich groß, ein großes Geschäft ist das für Wolfgang Schmitz aber nicht. „Die Marge ist relativ gering“, begründet er. 

Für die Eltern der Jüngsten wird der Schulstart meist teuer. Für Tornister, Sporttasche, Etui und Co. greifen Mütter und Väter ins Portemonnaie. Wie soll der Tornister aussehen? Klar, geht es dabei in erster Linie um Farb- und Motivwünsche der Abc-Schützen. „Eltern sollten aber vor allem auf die Passform achten“, rät Falk Hösel, der in seinem Schreibwarenhandel auch Schultaschen verkauft. Wichtig sei es daher, dass zukünftige Erstklässler ihren Tornister anprobierten. „Jedes Kind ist anders, daher ist es wichtig, dass die Kinder beim Kauf dabei sind“, lautet sein Tipp. Sollte aber ein Wunsch-Muster nicht in seinem Geschäft vorhanden sein, könne er dieses auch problemlos bestellen, so Hösel.

Schreibwaren sind zum Schulbeginn ein großes Geschäft für den Handel. Hefte, Schnellhefter, Farbstifte und Füller können bei Falk Hösel im Geschäft an der Derschlager Straße erstanden werden, auch im Kaufhaus Gassmann, bei Rosmann und im Hit-Markt haben Schüler und Eltern Auswahl. Im Lotto Lädchen an der Mühlenbergstraße sind Simone Schulte und Beatrix Fleischer ebenfalls auf ihre „Schulutensilien“-Kunden vorbereitet. Hefte mit breitem oder schmalem Rand, weiche oder harte Bleistifte, Pinsel in verschiedenen Stärken, Tintenroller oder Füller – oft kommen Schüler oder Eltern auch mit Listen, was fürs neue Schuljahr benötigt wird, ins Geschäft. „Dann stellen wir das gemeinsam zusammen“, so Simone Schulte. Auch Schulbücher werden im Geschäft mit einem passenden Schutzumschlag versehen. Kleinigkeiten für die Schultüte finden sich im Lotto Lädchen ebenfalls. „Kleine Glücksbringer oder Schutzengel werden gern gekauft.“ Etwas Glück kann schließlich nie schaden.

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