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Zurückhaltende Zufriedenheit in der Gastronomie

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Von: Jürgen Beil, Dominic Rieder

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Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak (rechts) und Mehmed „Karl-Hasan“ Mrzljak vom Gasthaus Theile können nicht klagen.
Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak (rechts) und Mehmed „Karl-Hasan“ Mrzljak vom Gasthaus Theile können nicht klagen. © Anika Vamsev

Vor Corona waren Weihnachtsfeiern in geselliger Runde Tradition.

Meinerzhagen – Firmen und Vereine richteten sie aus, um abseits vom Alltagsstress beisammen zu sitzen. Doch wie wirkt sich das Corona-Virus und die Angst vor Ansteckung jetzt aus. Droht die Kultur der Weihnachtsfeiern zu verschwinden? Die MZ fragte bei heimischen Gastronomen nach.

Gaststätte zur Listertalsperre

André Kattwinkel betreibt die Gaststätte in Hunswinkel. Kiosk, Eventservice und Catering sind angegliedert. „Die Anfragen zum Catering sind schon üppig, sie kommen vor allem von Firmen. Viele Firmenleitungen gehen das Risiko größerer Treffen außerhalb des eigenen Hauses momentan wohl nicht mehr ein“, hat er beobachtet. Man sei „gut ausgelastet“, berichtet er und fügt hinzu: „Einige Firmen lassen sich von uns alles kommen. Das geht über Speisen und Getränke bis zu Kühlschränken, Zapfanlagen und bestimmten Tischen und Stühlen. Und dann machen sie es sich in den eigenen vier Wänden heimelig.“ Freie Kapazitäten gibt es bei André Kattwinkel aber noch, vor allem in der Gaststätte. Ein Vorweihnachtsgeschäft zu Zeiten, in denen noch niemand ahnte, dass eine Pandemie ausbrechen würde, kennt Kattwinkel in seiner Gaststätte bisher nicht. „Wir haben im November 2020 geöffnet, also bereits in Zeiten von Corona.“

Gasthaus Theile

Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak ist sehr zufrieden, was Weihnachtsfeiern in seiner Gaststätte an der Derschlager Straße angeht: „Nein. Wir können überhaupt nicht klagen. Das Geschäft läuft super. Immer mehr Menschen rufen bei uns an und lassen reservieren, darunter auch viele Firmen.“ So könne es in den nächsten Wochen bleiben, sagt er.

Als Grund für den guten Besuch hat der Gastwirt auch die 3G-Regel ausgemacht – eine Voraussetzung, um überhaupt in dem heimischen Gasthaus feiern zu können. „Damit kommen wir hervorragend zurecht und die Gäste fühlen sich offensichtlich damit auch gut“, berichtet Ibrahim Mrzljak. Obwohl bestimmte Termine in Sachen Weihnachtsfeiern bei ihm schon ausgebucht seien, würden sich sicherlich noch einige Termine finden lassen, um eine solche Veranstaltung zu buchen, fügt der Gastwirt hinzu.

Gasthof Zur Rose und Hotel Bauer

„Es läuft wieder an“, sagt José Gamboa, Inhaber des Gasthofs Zur Rose an der Kirchstraße und des Hotels Bauer in Willertshagen, im Gespräch mit unserer Zeitung. So wie in der Zeit vor der Corona-Pandemie sei die Resonanz aber deutlich nicht. Doch immerhin: Sowohl im Gasthof Zur Rose als auch im Hotel Bauer würden vereinzelt Weihnachtsfeiern angemeldet, berichtet José Gamboa, der vorsichtig auf die kommende Zeit blickt: „Wir wissen nicht, was in Zukunft auf uns zukommt“, gibt er sich zurückhaltend. Aber: „Im Moment ist es okay.“

Wirtshaus in der Altstadt

Von einer sehr gut anlaufenden Weihnachtssaison berichtet Vassilios Spiroglou vom Wirtshaus in der Altstadt. Für einzelne Termine seien sogar zwei Weihnachtsfeiern angemeldet – diese werden dann aufgeteilt in die beiden Bereiche im Wirtshaus, der eine auf der linken Seite, der andere auf der rechten Seite. In der Zeit vor Corona seien es aber mehr Weihnachtsfeiern gewesen. Dennoch: „Wir sind zufrieden und machen das Beste daraus“, sagt Vassilios Spiroglou. Aber: Auf die aktuelle rasante Entwicklung der Corona-Zahlen blickt auch er mit Sorge.

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