Der „Frühling“ hat Zukunft

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Um die Zukunft des „Meinerzhagener Frühlings“ ging es auf Einladung der Volksbank im Märkischen Kreis in dieser Runde im Gasthof Zur Rose.

MEINERZHAGEN - Es ging nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft des "Meinerzhagener Frühlings“. Verabredet wurde jetzt bei einem Abstimmungsgespräch, dass auf jeden Fall noch bis Ende des Jahres eine Grundsatzentscheidung getroffen werden kann. Nach Lage der Dinge sind die Aussichten durchaus gut.

Von Horst vom Hofe

Im Mittelpunkt des dazu anberaumten Abstimmungsgesprächs im Gasthof „Zur Rose“ stand natürlich nicht eine meteorologische Betrachtung der wohl schönsten Jahreszeit, sondern die gleichnamige Veranstaltung, die seit einigen Jahren als Fortführung der traditionellen Autoschau und des später dann damit verbundenen verkaufsoffenen Sonntags eine der publikumsträchtigsten Veranstaltungen der Volmestadt war.

Die Volksbank, auf deren Initiative einst die Autoschau zurückging, die dann über mittlerweile fast vierzig Jahre lang im Zusammenwirken mit der Arbeitsgemeinschaft der Meinerzhagener Autohäuser organisiert und durchgeführt wurde, hatte zu diesem Gespräch eingeladen. Hintergrund dafür war, dass es im vergangenen Jahr erstmals keine Präsentation der Autohäuser gegeben hatte, nachdem es im Vorfeld zu Abstimmungsproblemen mit dem Stadtmarketingverein und dem örtlichen Einzelhandel gekommen war.

Nach einer dann selbst verordneten „Denkpause“ und einer kurzfristig noch vom Stadtmarketing-Verein organisierten Ersatzveranstaltung mit einem verkaufsoffenen Sonntag am Muttertag im Mai dieses Jahres war es das gemeinsam verabredete Ziel, sich mit Blick auf 2014 rechtzeitig zusammenzusetzen und über die weitere Zukunft der bisherigen Gemeinschaftsveranstaltung beraten zu wollen.

Teilnehmer waren für die Volksbank Vorstand Roland Krebs, der für Meinerzhagen zuständige Marktbereichsleiter Marc Kostewitz und Marketingleiterin Lavinia Heße, für die Arbeitsgemeinschaft der Autohändler Ernst-Willi Busenius und Elmar Weber, für den Stadtmarketingverein die Vorstandsmitglieder Stefan Thomas und Oliver Drenkard, dieser zugleich auch für die Meinerzhagener Baugesellschaft als Sponsor sowie Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke Meinerzhagen, Michael Berkenkopf.

Roland Krebs brachte zu Beginn der Besprechung noch einmal die Historie der Veranstaltung mit ihren unterschiedlichen Präsentationsformen in Erinnerung: Angefangen in den 1970er Jahren mit einer riesigen überörtlichen Veranstaltung auf dem Flugplatz und als Autoschau später dann an der Stadthalle fortgeführt. Verbunden dann auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Einkaufsstadt Meinerzhagen mit einem verkaufsoffenen Sonntag und fortan regelmäßig zum Muttertag im Mai durchgeführt. In den letzten drei Jahren dann jeweils in der Innenstadt durchgeführt unter dem Titel „Meinerzhagener Frühling.“

„Diese Veranstaltung war stets ein besonderer Publikumsmagnet“, stellte Krebs heraus. Vor diesem Hintergrund sei die Volksbank als bislang federführender und mit einem nennenswerten Finanzbeitrag als maßgeblicher finanzieller Träger der Aktion stark engagiert zu einer Fortführung bereit. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Autohändler habe dazu ihr Mitwirken in der zuletzt erfolgten Präsentationsform mit Fahrzeugen in der Innenstadt zugesagt.

„Wir wünschen uns aber für die Fortführung auch ein deutlich stärkeres Einbringen des Einzelhandels und des Stadtmarketingvereins“, so Krebs, wobei sich dies weniger auf eine finanzielle, als vielmehr eine organisatorische Beteiligung und natürlich auch eigene Aktionen und Angebote beziehe, wie er betonte.

Bei der Gesprächsrunde wurden für eine angedachte Fortführung die folgenden Ideen diskutiert und grundsätzlich für gut befunden: Termin (Muttertag, diesmal der 11. Mai) und räumlicher Veranstaltungsbereich (Innenstadt, Fußgängerzone/Hauptstraße) sollen beibehalten werden. Eine Erweiterung des Veranstaltungsbereichs und sozusagen auch ein Testlauf für die angedachte Umgestaltung des Stadthallenumfelds soll durch Einbeziehung der Flächen im Bereich des „Volme-Centers“ („Blaues Haus“), dem einstigen Aldi-Dach und der vierspurigen „Stadtautobahn“ vor der Stadthalle, die dann gesperrt werden sollte, angestrebt werden.

Modenschau oder alternatives Themenkonzept des Einzelhandels wertet die Fußgängerbereiche auf und zieht Publikum. Catering und weitere Angebote werden nicht mehr von gewerblichen Externen, sondern vermehrt von örtlichen Vereinen gestellt, zum Beispiel Fanfarenzug, türkischer Kulturverein, Gesangvereine, weitere Vereine oder auch Feuerwehr, DRK und ähnliche. Stände von nicht gewerblichen Organisationen sollen ohne Standgebühr möglich sein. Einzelne Gewinnspielaktionen sollen durch eine große Gemeinschaftsaktion mit attraktiven Gewinnmöglichkeiten ersetzt werden.

Die Teilnehmer der Runde waren sich über die Zielrichtung einig. Die Vertreter des Stadtmarketing-Vereins wollen sich über dieses verabredete künftige Konzept jetzt noch mit ihrer Mitgliederbasis insbesondere aus den Reihen des Einzelhandels abstimmen.

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