Bürgermeisterwahl 2020: Das sagen die Parteien

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Symbolbild

Meinerzhagen - Der amtierende Bürgermeister hat seine erneute Kandidatur bereits im Januar bestätigt, am Dienstag zog die SPD mit der Ankündigung nach, einen eigenen Kandidaten/eine Kandidatin aufstellen zu wollen. Aber was ist mit den übrigen Ratsfraktionen?

Bis in Meinerzhagen ein neues Stadtparlament – und zeitgleich ein neuer/alter Bürgermeister – gewählt wird, dauert es noch eine Weile: Für den Herbst 2020 hat das Land Nordrhein-Westfalen die nächste Kommunalwahl angesetzt.

Nach derzeitigem Stand läuft alles auf einen Urnengang im September hin. Insofern sind auch die heimischen Fraktionen noch äußerst zurückhaltend, wenn es um konkrete Bürgermeisterambitionen geht. Die Übersicht:

CDU

Für die Christdemokraten will der amtierende Bürgermeister Jan Nesselrath wieder kandidieren – und er kann sich der Unterstützung durch die Fraktion sicher sein, wie Thorsten Stracke im Gespräch mit der MZ betonte. Auf die Unterstützung der Meinerzhagener Sozialdemokraten muss Nesselrath aber – anders als zur Wahl 2014 – im kommenden Jahr verzichten, denn...

SPD

...die Genossen werden eine eigene Kandidatin ins Rennen schicken, wie Fraktionsvorsitzender Rolf Puschkarsky am Dienstag erklärte. Dass es tatsächlich eine weibliche Kandidatin geben wird, scheint dabei schon festzustehen. Einen Namen will die SPD aber bis zur entscheidenden Mitgliederversammlung nach den Sommerferien noch nicht nennen.

FDP 

Noch keine endgültige Entscheidung in Sachen Bürgermeisterkandidatur haben die Meinerzhagener Liberalen gefasst. Fraktionsvorsitzender Kai Krause, der vor fünf Jahren selbst für die FDP kandidierte, erklärte, dass sich seine Partei „zu gegebener Zeit“ zum Thema Gedanken machen wolle. „Wir von den Freien Demokraten sind gedanklich nicht bei der kommenden Kommunalwahl, es geht uns nicht um unsere eigene Existenz, sondern um unsere Stadt. Wir haben derzeit wichtigere Aufgaben zu lösen. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat uns nur einige Baustellen aufgeschrieben, die wir noch bearbeiten müssen. Diese sind auch ein Resultat der rückwärts gewandten Politik der GroKo aus SPD und CDU vor der jetzigen Legislaturperiode.“ Dass sich die heimischen Sozialdemokraten bereits jetzt positionieren, deutet für Krause darauf hin, dass der/die Kandidat(in) nicht aus Meinerzhagen stammt „und in dem mehr als einem Jahr zur Kommunalwahl noch bekannt gemacht werden soll“. Kritik übt Kai Krause an Rolf Puschkarskys Aussagen zur fehlenden Zusammenarbeit des amtierenden Bürgermeisters mit der SPD-Fraktion. „Was haben sie sich denn von einem ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden vorgestellt? Zu denken, dass dieser mit der gemeinsamen Wahl zum Bürgermeister sein Parteibuch vergisst, war, beziehungsweise ist sehr blauäugig.“ 

UWG

„Unsere aktuelle Tendenz geht dahin, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen“, sagte UWG-Fraktionschef Raimo Benger auf MZ-Anfrage. Abschließende Gespräche zum Thema müssten interfraktionell aber noch geführt werden. Für ihn selbst komme eine Kandidatur nicht infrage, bezog Benger hinsichtlich anderslautender Gerüchte klar Stellung. „Mir macht mein Beruf einfach zu viel Spaß. Das gibt man nicht auf.“ Auch eine Wahlempfehlung wolle er – Stand jetzt – nicht abgeben. Und doch könne die UWG bereits jetzt guten Mutes in die Kommunalwahl 2020 gehen, denn: „Wir werden alle Wahlbezirke besetzen können, teils mit jungen Neu-Meinerzhagenern.“ 

Bündnis 90/Die Grünen

„Wir müssen darüber noch diskutieren“, sagte Fraktionsvorsitzender und Sprecher Karl Hardenacke gestern. Ausschließen wolle er einen eigenen Kandidaten ebenso wenig wie die Unterstützung eines oder einer Bewerberin um das Bürgermeisteramtes, der/die einer anderen Partei angehört. 

Die Linke/Piraten

Georg Follert von der Fraktion Linke/Piraten kann sich derzeit nicht vorstellen, mit einem eigenen Bewerber in die Bürgermeisterwahl 2020 zu gehen. Ob man für einen anderen Kandidaten eine Wahlempfehlung ausspricht, hänge davon ab, wen die SPD ins Rennen schickt. „Da müsste ich erst mal wissen, wer dort kandidiert. Ich sehe da nicht nur das Parteibuch, sondern auch die Person.“

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