217 Flüchtlings-Schicksale, verteilt auf Wohnungen und Unterkünfte

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Das einstige Gästehaus des WSV ist mit etwa 20 Flüchtlingen belegt – und als Unterkunft noch unverzichtbar.

Meinerzhagen - Verglichen mit den Jahren 2015 und 2016 hat sich die Unterbringungs-Situation der Flüchtlinge in Meinerzhagen inzwischen entspannt. Waren es zum Jahreswechsel 15/16 noch 365 Hilfe suchende Menschen, die durch die Stadtverwaltung untergebracht werden mussten, sind es aktuell noch 217. Das teilte Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz auf MZ-Anfrage mit.

Unter den zurzeit in Meinerzhagen lebenden Flüchtlingen sind laut Stadtverwaltung 137, die auf ihr Asylverfahren warten. Weitere 79 seien lediglich geduldet.

Häufig fehlen die Personaldokumente

Rechtlich bedeutet das: Die Abschiebung wird in diesen Fällen vorübergehend ausgesetzt. Häufiger Grund dafür sind fehlende Personaldokumente und der damit verbundene Umstand, dass sich die Nationalität der Betroffenen nicht eindeutig klären lässt. Ein weiterer Flüchtling in Meinerzhagen hat laut Maikranz zudem einen Folgeantrag gestellt und hofft, doch noch Asyl zu bekommen.

In diesem Komplex sind Flüchtlinge untergebracht. Die Immobilie gehört der Stadt, der WSV ist nebenan Mieter.

Die meisten aus ihrer Heimat geflohenen Menschen sind in Meinerzhagen in Wohnungen der heimischen Baugesellschaft untergebracht, einige aber auch bei privaten Vermietern. Mit den Unterkünften Immecker Straße und WSV-Heim in der Butmicke sind nach wie vor zwei Häuser belegt, in denen die Stadt Flüchtlinge zentral einquartiert. An der Immecker Straße wohnen laut Maikranz zurzeit etwa 35 Personen. Im Komplex, in dem der Westdeutsche Skiverband Mieter ist, etwa 20. Zwar ist die Stadt bemüht, diese Menschen ebenfalls in Wohnungen unterzubringen, das scheint aber nicht einfach zu sein. Maikranz: „Wenn wir Wohnungen angeboten bekämen, würden wir die Menschen dort einquartieren.“

20 Personen müssen untergebracht werden

Derzeit sieht es laut dem städtischen Fachbereichsleiter allerdings so aus, dass beide Unterkünfte weiter belegt werden müssen. Und das hat einen Grund: „Ende Februar Anfang März werden wir bei uns weitere 20 Personen unterbringen müssen, die Wohnsitzauflagen bekommen haben. Diese Menschen sind anerkannte Flüchtlinge. Wir wissen in diesen Fällen aber noch nicht, welcher Personenkreis uns erwartet, ob Familien kommen oder Einzelpersonen.“ Außerdem rechne man in Laufe des Jahres mit weiteren Zuweisungen aus diesem Personenkreis. Aus diesem Grund, so Maikranz weiter, werde man auch auf das Gästehaus des WSV kaum verzichten können: „Wir brauchen diese Unterkunft als Backup für den Fall der Fälle.“

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