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3G am Arbeitsplatz: Das sagen die Unternehmen

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Von: Göran Isleib

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Ein Mitarbeiter eines Testzentrums hält einen Schnelltest in der Hand.
In Kürze gilt in der Arbeitswelt die 3G-Regel, dann dürfen Mitarbeiter nur geimpft, genesen oder getestet ihrer Arbeit in den Unternehmen nachgehen. © Friedrich Stark

Nachdem Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz verabschiedet haben, haben Unternehmen nun eine bessere Handhabe, beispielsweise den Impfstatus ihrer Mitarbeiter abzufragen.

Meinerzhagen - „Meinetwegen auch 3G+, da bin ich sofort einverstanden“, Thorsten Kriegeskotte von der Geschäftsleitung des Meinerzhagener Unternehmens Groll Druck mit Sitz am Darmcher Grund befürwortet 3G in seinem Unternehmen. 

Die drei künftigen Koalitionäre SPD, Grüne und FDP haben im Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz eingebracht. Dort wurde es am Donnerstag verabschiedet, am Freitag gab auch der Bundesrat grünes Licht.

90 Prozent der Mitarbeiter geimpft

Bei Groll in Meinerzhagen wurde bislang zweimal wöchentlich getestet, das entsprach bislang der seit April vom Bund per Verordnung vorgeschriebenen Anzahl. Thorsten Kriegeskotte berichtet, dass von den insgesamt 30 Mitarbeitern 90 Prozent komplett durch Impfungen geschützt seien. „Wir unterstützen das Impfen und ermuntern unsere Mitarbeiter dazu“, erklärt Kriegeskotte. Durch das neue Infektionsschutzgesetz müssen jetzt die bislang noch nicht geimpften oder genesenen Mitarbeiter entsprechende Tests vorweisen.

Coronageschehen gut unter Kontrolle

Stefan Laartz vom Krisenteam des Unternehmens Otto Fuchs: „Wir begrüßen 3G für Firmen“. Besucher, die von außen kommen, werden ohne einen aktuellen Test nicht aufs Firmengelände des Unternehmens gelassen. „Noch haben wir das Coronageschehen innerhalb des Unternehmens aber gut unter Kontrolle“, so Laartz.

Sorge durch steigende Coronazahlen

Guido Müller, Geschäftsführer des Unternehmens Busch und Müller, sieht die erneut steigenden Coronazahlen mit Sorge. „Wir verschärfen die Regelungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Müller. Er sagt aber auch: „Wir sind gerade dabei, durch die Pandemie bedingt, einen Schritt zurück zu machen“. Für sein Unternehmen bedeutet das: Abteilungen werden entzerrt, Arbeitsplätze deutlicher voneinander getrennt. „Für externe Besucher gilt ab kommender Woche bei uns die 2G+-Regel“, erklärt Müller. Der Unternehmer blickt ein wenig düster in die Zukunft. Denn zu den steigenden Coronazahlen kommt ein weiteres Problem: „Der Markt boomt derzeit und wir bekommen bestimmte Bauteile einfach nicht geliefert, das macht es uns nicht gerade einfach.“

Endlich eine klare Regelung

Harald Elbertshagen, Fertigungsleiter des Unternehmens Burg-Wächter in Wormgermühle, begrüßt 3G ausdrücklich. „Jetzt haben wir endlich eine klare Regelung“, freut er sich, jetzt den Impfstatus der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abfragen zu können.

„Vorgesetzte in den Abteilungen haben in der Regel bis zu 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter sich, wovon etwa 20 bis 22 komplett geimpft sind“, erklärt Elbertshagen. Die übrigen Mitarbeiter müssen, wenn 3G greift, sich selbst um Testnachweise kümmern. Ebenso ist das bei Besuchern des Werks, da macht Burg-Wächter klare Vorgaben und verlangt aussagekräftige Tests oder Impf-Zertifikate.

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