Wenn der Kunde nicht kommt ...

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Blumenläden wie der von Marlies Krause dürfen geöffnet haben – dabei sind aber besondere Regeln zu beachten.

Meinerzhagen – Auch in Meinerzhagen stellt die Corona-Krise die Einzelhändler vor enorme Herausforderungen. Wer schließen musste, setzt nun auf Online-Shop und Lieferung.

So wie Jan Lienenkämper, der ebenfalls keine Kunden mehr begrüßen darf. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet der Inhaber des Geschäfts Betten Lienenkämper an der Hauptstraße: „Wir haben uns drei Tage lang geschüttelt, aber jetzt befinden wir uns im Nach-Vorne-Modus.“ Denn trotz der Schließungsphase gilt: Bei Betten Lienenkämper kann weiterhin eingekauft werden. Das Geschäft verfügt über einen Online-Shop (www.betten-lienenkaemper.de). „Wir machen dort durchaus Umsätze, es darf aber gerne noch mehr werden“, sagt Lienenkämper. Auch die Bestellung per Telefon ist möglich. Der Bettenexperte weist zudem auf die Seiten seines Geschäftes bei Facebook und Instagram hin. Und als neuen Verkaufsweg will er jetzt auch auf Videotelefonie setzen. So sollen Kunden per Facetime oder per Skype die Möglichkeit haben, sich quasi auf ihrem Bildschirm oder ihrem Display in den Verkaufsräumen umzuschauen.

Allerdings: Mit Blick auf die sich stets verändernde Gesamtsituation in der Corona-Krise lasse sich kaum abschätzen, wie lange Geschäfte tatsächlich geschlossen bleiben können. Entsprechend hofft man auch bei Betten Lienenkämper, dass die seitens der Regierung angekündigten Hilfsmaßnahmen nun auch bald in Kraft treten können – der Bundestag tagt am heutigen Mittwoch, der Bundesrat am Freitag.

Buchhandlungen müssen aufgrund der Corina-Krise ebenfalls geschlossen werden. Auch die in der Meinerzhagener Fußgängerzone ansässige Buchhandlung Schmitz setzt daher nun ganz besonders auf ihren Online-Shop (www.buecher-schmitz.de). Und die Kunden machen von dieser Möglichkeit rege Gebrauch. „Wir haben pro Tag 20 bis 25 Bestellungen“, sagt die Angestellte Sibylle Mangold. Die Lieferung erfolgt über den Postweg, ab 20 Euro ohne Versandkosten. Informieren kann man sich zudem auch auf der Seite der Buchhandlung Schmitz bei Facebook. Blumenläden hingegen dürfen – nachdem sie in der vergangenen Woche noch schließen mussten – nun ihre Geschäftsräume seit Anfang dieser Woche wieder öffnen. Allerdings nur unter eingeschränkten Bedingungen, und insbesondere natürlich unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften. So hat seit dem gestrigen Dienstag auch das Blumenhaus Krause an der Hauptstraße wieder geöffnet, jedoch zu eingeschränkten Öffnungszeiten. „Wir haben nun montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet“, sagt Marlies Krause. „Und wir lassen nur jeweils einen Kunden ins Geschäft. Die nächsten Kunden bitten wir, so lange draußen zu warten“, fügt sie hinzu. Im Laden sei der erforderliche Abstand zwischen Personal und Kunde gewährleistet. Die Zahlung per Bargeld ist möglich. Allerdings erfolgt diese – ähnlich wie bei vielen Bäckern – gänzlich kontaktlos.

Das Geld wird auf dem Tisch abgelegt. Von dort kann es sich das Personal beziehungsweise der Kunde dann nehmen. Wie Marlies Krause erklärt, ist auch die telefonische Bestellung weiterhin möglich. Auch diese erfolgt ganz ohne jeglichen Kontakt zwischen Personal und Empfänger. Die Blumen werden nach telefonischer Absprache vor der Tür abgelegt. Die Zahlung kann per Rechnung erfolgen. Frühlingshafte Blumengrüße, um die gedrückte Stimmung in diesen schweren Zeiten etwas aufzuhellen, sind also möglich.

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