Haushaltsrede des Bürgermeisters

Meinerzhagen: Ein Blick in die Zukunft der Stadt

Bürgermeister Jan Nesselrath sprach bei seiner Rede einige Projekte an, die in naher Zukunft vorangetrieben werden sollen.
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Bürgermeister Jan Nesselrath sprach bei seiner Rede einige Projekte an, die in naher Zukunft vorangetrieben werden sollen.

Perspektiven für die nähere Zukunft aufzeigen und einen Blick auf das bereits Erreichte werfen – und das in äußerst schwierigen Zeiten. Darum ging es Bürgermeister Jan Nesselrath in seiner Haushaltsrede, die er jetzt vor dem Rat hielt.

Meinerzhagen – „Wir wollen weiter alles daran setzen, dass die Menschen hier gut leben und arbeiten können“, umriss er pauschal das wichtigste Ziel, dem sich die Verwaltung verpflichtet sehe.

Die Rahmenbedingungen in Zeiten der Pandemie schön zu reden, darauf verzichtete Nesselrath: „Unsere Gesamterträge liegen in diesem Jahr bei 47,2 Millionen Euro, also noch einmal rund 1,8 Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Dem stehen ordentliche Aufwendungen von 54,3 Millionen Euro entgegen, so dass wir im Ergebnis ein Minus von 7,1 Millionen Euro verzeichnen. Wir sehen, dass auch das kommende Haushaltsjahr noch durch die Corona-Krise gezeichnet ist und es angesichts der Entwicklungen schlicht nicht möglich sein wird, einen Überschuss zu erwirtschaften. Unser Haushalt leidet unter den aktuellen Entwicklungen“, bilanzierte er.

Stillstand ist Rückschritt. Und so stellte der Bürgermeister einige Eckpunkte vor, mit denen sich Verwaltung und Politik beschäftigt haben und die auch im kommenden Jahr auf der Agenda stehen werden.

Schulen und Kitas

Die Schulen sollen auf einem modernen Stand gehalten und die Kita-Träger bestmöglich unterstützt werden. Dafür sei bereits erheblich investiert worden. In diesem Zusammenhang verwies Nesselrath auch auf die neue OGS Auf der Wahr, die sich im Bau befindet, und zwei neue Kitas. Onlinebasierter Unterricht und mobile Endgeräte für die Schüler – bei diesen Punkten sei vieles getan worden. Nesselrath: „Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf den Digitalpakt: Unsere Konzepte sind fertig, knapp 340 000 Euro werden an Fördermitteln beantragt, weitere 37 000 Euro werden bei Bewilligung aus dem städtischen Haushalt fließen.“

Schnelles Internet

Der Breitbandausbau ist nicht nur in Meinerzhagen ein großes Thema. Bürgermeister Nesselrath: „Meinerzhagen geht ans Glasfasernetz. Und zwar das gesamte Stadtgebiet bis in die Außenlagen. Sie können es überall mit eigenen Augen sehen, überall passiert etwas, um die Privathaushalte ans Breitband anzuschließen. Denn auch das ist in den Zeiten von Corona mehr als deutlich geworden: Ein schneller Internetzugang ist ein Muss.“

Klimaschutz

Zusammen mit der Stadt Plettenberg suche man zurzeit einen Klimaschutzmanager oder eine Managerin, der/die über alle Bereiche hinweg agieren werde. Mit dem Klimaschutzkonzept halte man außerdem einen weiteren Baustein für die Arbeit in den Händen. Energetische und umweltbewusste Modernisierungen an städtischen Immobilien würden bereits seit Jahren vorgenommen, berichtete Nesselrath.

Stadtentwicklung

Das neue Innenstadtquartier mit der Sanierung und dem Umbau der Stadthalle, der Errichtung eines neuen kommerziellen und Wohnzentrums und dem Umzug der Stadtbücherei ist ein Großprojekt, das im kommenden Jahr weiter vorangetrieben werden soll.

Hier verkündete Bürgermeister Jan Nesselrath im Rahmen der Ratssitzung Neuigkeiten: „Heute kann ich Ihnen mitteilen, dass nach vielen Gesprächen und Vorarbeiten nun ein belastbares Angebot vorliegt, das derzeit ausgiebig geprüft wird. Sobald die für das weitere Ausschreibungsverfahren erforderlichen Schritte getan sind, wollen wir noch in diesem Jahr in die Bürgerbeteiligung gehen. Wir werden uns dafür die Zeit nehmen. Ich habe versprochen, dass alle, die sich einbringen wollen, das in einem angemessenen Rahmen tun können. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Entwürfe zeigen, wir wollen über das Projekt reden und wir wollen wissen, was sie denken. Das ist mir persönlich wichtig, und für diese volle Transparenz werde ich sorgen.“

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