Baugesellschaft kauft und modernisiert zwei Häuser in der Innenstadt

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Die denkmalgeschützten Häuser Hauptstraße 27 und 29 mit vier gastronomischen Betrieben im Erdgeschoss wurden an die Meinerzhagener Baugesellschaft verkauft. Sie sollen nun saniert werden – einschließlich der Gebäudefronten.

Meinerzhagen - Zwei Häuser an der oberen Hauptstraße sind seit wenigen Tagen im Besitz der Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG). Die denkmalgeschützten Gebäude Hauptstraße 27 und 29 sollen nun grundlegend saniert werden.

Mit den vier Mietern der gastronomischen Betriebe im Erdgeschoss werden aktuell Gespräche geführt.

Eine gute Nachricht für die Stadt Meinerzhagen: Zwei Häuser, die maßgeblich zum Erscheinungsbild der unmittelbaren Innenstadt beitragen, werden sich künftig freundlicher präsentieren. Dafür will die MBG sorgen. Deren Geschäftsführer Oliver Drenkard bestätigte auf MZ-Anfrage, dass die Gebäude bereits in das Eigentum der MBG übergegangen sind. Drenkard: „Der einstige Eigentümer aus Plettenberg ist verstorben. Die Erben haben sich dann dazu entschlossen, die Häuser zu verkaufen. Als sie auf dem Markt waren, haben wir sofort zugeschlagen. Das war auch abgestimmt mit unserem Aufsichtsrat und der Stadt Meinerzhagen.“ 

Da die Gebäude beide unter Denkmalschutz stehen, muss sich die MBG mit den Denkmalbehörden einigen, bevor die Sanierung beginnt. Schließlich soll der Um- und Ausbau schonend vollzogen werden, ohne den Charakter der Bauwerke grundlegend zu verändern. Dennoch wird sich einiges tun. In Erwerb und Sanierung wird die MBG eine siebenstellige Summe investieren.

„Es gibt einiges zu tun“, weiß Oliver Drenkard. Neben den Fassaden, die sich momentan wenig einladend präsentieren, soll natürlich auch im Inneren grundlegend saniert werden. „Das reicht von der Dämmung bis zur Haustechnik“, erläutert der Geschäftsführer. Die Häuser bieten insgesamt neun Wohnungen, die zurzeit alle leer stehen. Hinzu kommen die Ladenlokale im Erdgeschoss. „Der Zuschnitt der Wohneinheiten ist sehr schön, sie müssen allerdings grundlegend saniert werden. Wir möchten eine zeitgemäße Ausstattung, an der Rückseite könnten eventuell Balkone angebaut werden“, hat Drenkard bereits gewisse Vorstellungen, wie die Sanierung aussehen könnte. Die historische Fassade, so Drenkard weiter, bleibe aber auf jeden Fall erhalten – natürlich werde auch die Außenansicht überarbeitet. Später sollen die Wohnungen dann wieder vermietet werden. 

Der Grund, warum die MBG so rasch handelte, als die Häuser „auf den Markt“ kamen, liegt auf der Hand. Gemeinsam mit der Stadt habe man großes Interesse daran, in diesem Bereich der Innenstadt zur positiven städtebaulichen Entwicklung beizutragen, erläutert Oliver Drenkard. Die Substanz der Gebäude sei auch gut, so dass einem Kauf durch die MBG schließlich nichts mehr im Wege stand. 

Wann allerdings mit dem umfangreichen Umbau begonnen werden kann, steht noch nicht genau fest. „In diesem Jahr wird sich aber wohl nichts mehr tun. Wir können erst beginnen, wenn die Gespräche mit den Mietern im Erdgeschoss abgeschlossen sind“, kündigt der MBG-Geschäftsführer an. Er geht allerdings davon aus, dass die Handwerker im kommenden Jahr anrücken können. „Die Zeit, die wir für die Realisierung des Projektes benötigen, beträgt dann etwa ein Jahr“, kalkuliert Oliver Drenkard.

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