Millionenprojekt an der Krim in Meinerzhagen

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Die Visualisierung des neuen Mehrfamilienhauses am Holunderweg zeigt dessen spätere Gestaltung. Die Zufahrt in die Tiefgarage soll – anders als hier eindeutig zu sehen ist – klar über den Holunderweg erfolgen.

Meinerzhagen - Seit Anfang des Monats bietet sich den Passanten am Holunderweg ein beeindruckendes Bild: Dort, wo zuletzt Sträucher und Bäume ein sonst wenig beachtetetes Gelände zierten, gruben sich Bagger ins teils steinige Erdreich und veränderten so nachhaltig das Aussehen dieser Straßenecke, die ein vollkommen neues Gesicht erhält.

Die Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) realisiert damit jenes Projekt, das die städtischen Ausschüsse zuvor abgesegnet hatten: den Bau eines Mehrfamilienhauses mit sieben barrierefreien Eigentumswohnungen, „das sowohl in funktionaler als auch in technischer Hinsicht und unter energetischen Gesichtspunkten modernsten Anforderungen entspricht“, wie Oliver Drenkard, Geschäftsführer der MBG, auf Anfrage der MZ erklärt.

Die Massivbauweise in Verbindung mit einem hochwertigen Wärmedämmverbundsystem und kontrollierter Be- und Entlüftung, Fußbodenheizungen, geräumige Badezimmer, Balkon oder Terrasse sowie Parkplätze in der Tiefgarage im Untergeschoss des Gebäudes sollen das „Wohnen auf der Krim“, so lautet der Arbeitstitel des Neubaus, so attraktiv wie möglich gestalten.

Entstehen sollen bis November 2017 Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 67 bis 124 Quadratmetern. Der Kaufpreis dafür beläuft sich nach Angaben von Oliver Drenkard durchschnittlich auf 2460 Euro pro Quadratmeter. Die MBG investiert insgesamt etwa 1,45 Millionen Euro in das Projekt.

"Das Interesse ist groß"

Die heutzutage schon obligatorische Barrierefreiheit bedeute dabei aber keineswegs, nur ältere und gebrechliche Menschen als Eigentümer im Fokus zu haben. „Barrierefreiheit ist generationsübergreifend ein Thema – ein junger Mensch freut sich über solch ein Bad“, sagt Drenkard, der entsprechende Nachfragen denn auch aus allen Altersschichten verzeichnet. „Das Interesse ist groß“, betont der MBG-Geschäftsführer.

Sichtbar ist die Baumaßnahme allerdings nicht nur am Holunderweg selbst, sondern auch für die Anlieger des ehemaligen Landesschul-Geländes Auf der Freiheit: Dort herrschte in den vergangenen Wochen reger Lastwagenverkehr, da das Erdreich auf dem Areal, das sich im Besitz der Baugesellschaft befindet, zwischengelagert wird. „Wir haben mit dem beauftragten Bauunternehmen vereinbart, dass das Erdreich dorthin gefahren wird, da es für andere Projekte noch Verwendung finden kann“, erklärt Oliver Drenkard.

Erdanlieferungen bringen Verschmutzungen mit sich

Die dafür notwendige Unbedenklichkeit des Materials sei durch Analysen sichergestellt, so dass die Zwischenlagerung eine wirtschaftlich, aber auch ökologisch sinnvolle Maßnahme sei. Dass diese Lastwagenfahrten Spuren hinterlassen, bleibt jedoch nicht aus: So führen die Erdanlieferungen mitunter zu Verschmutzungen auf der oberen Birkeshöhstraße, die aber so gering wie möglich gehalten werden sollen, wie Oliver Drenkard betont. „Da haben wir ein Auge drauf“, verspricht er. Am Ende jedes Arbeitstages würde ein Reinigungsfahrzeug den Dreck von der Fahrbahn entfernen.

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