Zeit der ersten Hilfe für Meinerzhagener Flüchtlinge beendet

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Susanne Berndt präsentiert einige Deko-Artikel, die jetzt ebenfalls abgegeben werden sollen.

Meinerzhagen - 234 Flüchtlinge leben zurzeit in Meinerzhagen. Sie alle sind gut versorgt. Das freut die Mitglieder des Arbeitskreises Flüchtlinge um Susanne Berndt. Doch inzwischen haben die ehrenamtlichen „Kümmerer“ auch ein kleines Problem: Sie bleiben auf vielen einstigen Spenden sitzen.

In einer von der Firma Busch und Müller zur Verfügung gestellten Halle lagern noch zahlreiche Möbelstücke, die für Flüchtlinge gedacht sind. Und in Räumen des Familienzentrums St. Martin sind die Regale bestens gefüllt mit Gebrauchsgegenständen und Deko-Artikeln. „Es ist wirklich nicht so, dass die Eigentümer der Lagerstätten uns Druck machen würden. Aber wir selbst möchten die Lagerbestände reduzieren. Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir das durch unseren kürzlich veranstalteter Flohmarkt erreichen könnten. Aber das Interesse daran war verschwindend gering.“ 

Und so setzt Susanne Berndt jetzt ihre Hoffnung auf Meinerzhagener Bürger, die sich für die Waren interessieren. „Zum Beispiel Menschen, die gern auf Flohmärkten als Händler unterwegs sind. Die können sich ganze Kistenladungen bei uns abholen, die Dinge verkaufen und uns anschließend mit einer Geldspende unterstützen“, hat sie überlegt. Einzeln abgeben möchte sie die eingesammelten Spenden allerdings nicht: „Das würde einen zu großen Aufwand bedeuten.“

Und was erwartet die Interessenten? Susanne Berndt: „Die Kisten sind mit den unterschiedlichsten Dingen gefüllt. Da sind Tassen, Teller, Gläser, Wasserkocher und andere Haushaltsgegenstände genauso wie Leuchter, Plüschtiere und jede Menge anderer Deko-Artikel.“ Erstaunlich auch: Viele Spender trennten sich einst zugunsten der Flüchtlinge von Weihnachts-Devotionalien. Und so warten nun beispielsweise selbst befüllbare Adventskalender auf Menschen, die ihr Heim für das Fest der Feste präparieren möchten.

Wer sich eine Kiste sichern möchte, kann sich jetzt mit Susanne Berndt unter der Rufnummer 01 72/2 30 19 86 in Verbindung setzen. War das Sammeln von Spenden einst eine zentrale Aufgabe des Arbeitskreises Flüchtlinge, hat sich die Situation aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen inzwischen grundlegend geändert. Susanne Berndt:. „Die Zeit der ersten Hilfe ist vorbei. Wir beschränken uns jetzt auf Bereiche wie Begrüßung der Neuankömmlinge und Beratungsangebote.“

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