Adventsmarkt mit neuem Konzept rund um die Kirche

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Die „lebende Krippe“ stimmte auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

MEINERZHAGEN ▪ Ein neuer Name, ein anderer Ort und ein Konzept, dass zur Rückbesinnung auf den ursprünglichen Sinn der Adventszeit einlädt: Der Meinerzhagener Adventsmarkt, so der neue Name des Weihnachtsmarktes, fand in diesem Jahr im Schatten der altehrwürdigen Mauern der Jesus-Christus-Kirche, im benachbarten Gemeindehaus und auf der Kirchstraße statt und bot nicht nur durch die charaktervolle Umgebung eine sehr urige Atmosphäre.

Während im Umfeld der Kirche unter Federführung des Stadtmarketingvereins Gruppierungen, Vereine oder Privatleute an liebevoll dekorierten Buden ihre Waren anboten und die „lebende Krippe“ mit Maria, Josef, den Hirten, Eseln und Schafen auf das Weihnachtsfest einstimmte, gab es im Inneren der Kirche an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Programm, das dazu einlud, dem Trubel zu entkommen, ruhig zu werden und die Seele baumeln zu lassen. Hier boten etwa Trude Johannissen und Rita Adolf selbstverfasste Gedichte mit Tiefgang, die durch sanfte perlende Harfenklänge eingerahmt wurden. Der Johanneskirchenchor sang Lieder zum Advent unterstützt vom Blockflötenkreis und begleitet von Orgelmusik. Die Musikschule und die Bläserklasse des Gymnasiums waren ebenso vertreten, wie Sängerin Valerie Lill mit ihrem „Acoustic Folk-Pop“.

Schon die Eröffnung des Adventsmarktes am Samstagmittag im Rahmen einer adventlichen Feier im Gotteshaus durch Bürgermeister Erhard Pierlings, die Pfarrer Peter-Wilhelm Keinecke und Klaus Kemper-Kohlhase unter Mitwirkung der Meinhardus-Musikanten und des Meinerzhagener Kinderchors ließ spürbar werden, dass der Markt nicht mehr nur im Zeichen der schönen Dinge steht, die es in der Budenstadt in Hülle und Fülle zu sehen gibt – auch das Zwischenmenschliche, die Begegnungen und die Besinnung auf die Botschaft des Weihnachtsfestes rücken mehr in den Fokus.

Meinerzhagener Adventsmarkt mit vielfältigem Rahmenprogramm

„Ich erlebe die Adventszeit immer wieder als Zeit der Sehnsucht nach etwas, das noch nicht ist“, beschrieb Pfarrer Kemper-Kohlhase. Daher sei es gut, den Markt in der Jesus-Christus-Kirche zu eröffnen, der Sehnsucht einen Raum zu geben und sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Dem stimmte auch Bürgermeister Erhard Pierlings zu. „Es ist etwas ganz Außergewöhnliches, dass wir den Markt hier eröffnen“, sagte er. Die Vorweihnachtszeit solle eine Zeit der Besinnung sein. Stattdessen seien diese Wochen meist geprägt von aufdringlichen Werbebotschaften in Radio und Fernsehen, der Fixierung auf Konsum und viel Stress und Trubel. Davon konnte am Wochenende keine Rede sein: Eine wunderschöne Schneelandschaft bot den perfekten Rahmen für diesen etwas anderen Markt, die Meinhardus-Musikanten umrundeten die Kirche und stimmten an immer neuen Plätzen vorweihnachtliche Lieder an, der verführerische Duft von Feuerzangenbowle, Glühwein, heißer Pilzpfanne oder Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck machte Appetit und an manchem Stand wurden die Waren für einen guten Zweck verkauft.

Die „Ausruferin“ Monika-Marie Finke ließ wissen, was an diesem Wochenende in der Stadt los ist. Im Rahmen des Adventsmarktes fanden sich einige Geschäftsleute zu einer gemeinschaftlichen Aktion zusammen und präsentierten verbunden mit einem kleinen Elsässer Weihnachtsmarkt im La Provence besondere Angebote an der Kirchstraße. Ergänzt wurde das Angebot auch durch den Kreativmarkt „Hinter verborgenen Türen“, der auch in diesem Jahr im Besucherzentrum der Brennerei Krugmann stattfand. ▪ ps

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