Corona-Pause endet auch in der Villa im Park

Villa im Park: Es darf wieder gefeiert werden

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Stiftungsratsvorsitzender Matthias Scholand freut sich, dass er die Tür der Villa im Park nach etwa dreimonatiger Corona-Zwangspause zumindest für private Feiern wieder aufsperren kann.

Meinerzhagen – Mehr als ein Vierteljahr stand die Villa im Park leer. Im sozio-kulturellen Zentrum in Meinerzhagen tat sich nichts. Corona, Kontaktverbote und die strengen Hygienevorschriften machten Veranstaltungen in dem gerade aufwendig renovierten Schmuckstück im Volkspark unmöglich.

Doch jetzt wird eine Kehrtwende vollzogen, die Villa soll erwachen wie Phönix aus der Asche. 

Etwa 20 bereits geplante Veranstaltungen mussten während des erzwungenen Lockdowns ausfallen – ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden, den der Stiftungsrat nun einkalkulieren muss. Dessen Vorsitzender Matthias Scholand bleibt allerdings gelassen, ändern kann er an dem durch die Pandemie bedingten Einnahmeausfall ohnehin nichts: „Natürlich war der Lockdown für uns ein Schlag ins Kontor. Aber wir konnten und können mit den Folgen leben. Wir hatten während der Zeit des Stillstandes keine Einnahmen, aber auch keine Ausgaben. Da haben wir von unserer Substanz gelebt. Das alles war für den Betrieb der Villa zu keinem Zeitpunkt existenzgefährdend.“ Bei notwendigen Arbeiten habe während der vergangenen drei Monate auch der Stiftungsrat selbst mit angepackt, wird berichtet. „Seit Wochen schiebe ich hier die Mülleimer“, lacht der Vorsitzende. 

Keine Unterstützung beantragt

Staatliche Unterstützung hat der Vorstand für die Villa übrigens gar nicht erst beantragt – aussichtslos. „Wir haben in der Villa zu wenige Festangestellte und auch vor Corona hatten wir ein zu geringes Umsatzvolumen, um für Unterstützung in Frage zu kommen“, erläutert Scholand. Apropos Personal: Mit dem Ende der Zwangsschließung nehmen zwei neue Hausmeister die Arbeit in und für die Villa auf. Beide sind 450-Euro-Kräfte.

Etwas mehr als drei Monate blieben die Türen der Villa im Park für Events jeglicher Art geschlossen. Doch angesichts der positiven Entwicklungen in den letzten Wochen, was die Infektionszahlen in Deutschland und dem Märkischen Kreis angeht, gibt es jetzt gute Nachrichten: „Nun können auch für die Villa erste Lockerungen erfolgen. Ab sofort sind die Räumlichkeiten für standesamtliche Trauungen mit bis zu 30 Gästen, betriebliche Veranstaltungen sowie private Feierlichkeiten mit einem herausragenden Anlass – beispielsweise Hochzeits-, Tauf- und Geburtstagsfeiern –, geöffnet“, berichtet Sarah Schölling, im Stiftungsrat unter anderem zuständig für Buchungen. Diesen Beschluss fasste der Stiftungsvorstand in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag. 

Voraussetzung für Feiern in der Villa ist, dass der Personenkreis der Teilnehmer dokumentiert wird; außerdem ist die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zu beachten. Für öffentliche Events gilt die Öffnung der Villa derzeit noch nicht; auch die Küche bleibt vorübergehend noch geschlossen, erst einmal für einen noch nicht bestimmten Zeitraum. Die Lage erfordere ohnehin ständige Anpassungen beim Betrieb der Villa, findet Stiftungsratsmitglied Oliver Drenkard und fügt hinzu: „Wir haben die Dynamik im Zusammenhang mit der Pandemie nicht selbst im Griff.“ 

Hoffen auf Normalität

Allerdings könnte sich auch für kleinere kulturelle Veranstaltungen ein Hintertürchen öffnen. Möglich scheinen Treffen, an denen ein von vornherein fest definierter Personenkreis teilnimmt. Das heißt: Freier Zugang am Veranstaltungstag wäre nicht möglich, der Dokumentationspflicht müsste nachgekommen werden und auch eine Belehrung über die Hygieneregeln wäre unerlässlich. 

Dass sich die Situation bald wieder normalisiert, das hofft Matthias Scholand sehr: „Ich fand es sehr schade, dass wir die Villa den Bürgern für einen so langen Zeitraum nicht zur Verfügung stellen konnten.“ Nach der vorsichtigen Wiedereröffnung müsse man nun aber vorsichtig sein und auf alle Veränderungen sofort reagieren, fügt Scholand hinzu.

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