Urlaub in reizvoller Landschaft

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Christiane Rosenberg ist im Meinerzhagener Rathaus die Expertin in Sachen Tourismus. Bei ihr sind jede Menge Broschüren und Wanderkarten erhältlich. Sie können über die Homepage der Stadt auch herunter geladen werden.

Meinerzhagen - Eine unternehmungslustige Damengruppe möchte „die Gegend unsicher machen“ und sucht „etwas Ausgefallenes“, eine niederländische Familie will statt holländischer Hügel Sauerländer Berge sehen und ein Ehepaar hat die Eifel „von oben bis unten durchforstet“ und kündigt an: „Jetzt ist das Sauerland dran!“ – Briefe wie diese landen auf dem Schreibtisch von Christiane Rosenberg.

Im städtischen Fachbereich 2 ist sie die Fachfrau in Sachen Tourismus und weiß: Meinerzhagen ist als Urlaubsziel gefragt!

„Wer glaubt, dass in Meinerzhagen höchstens Monteure übernachten, täuscht sich. In der Volmestadt möchten tatsächlich viele Leute Urlaub machen“, weiß Christiane Rosenberg. Sauerländer Berge statt Balearen, Listerstrand statt Nordsee. Die städtische Tourismus-Expertin weiß, was Urlauber in die Volmestadt zieht: „Die meisten kommen zum Wandern.“ Wanderkarten, Wandervorschläge, Gastgeberverzeichnisse – reichlich Broschüren werden im Rathaus verschickt. Im vergangenen Jahr habe es 400 Anfragen per Post oder E-Mail gegeben. Durch eine Anzeigen-Kampagne des Tourismuszweckverbandes Bigge-Listersee, dessen Mitglied Meinerzhagen ist, erreichten in diesem Jahr allein 240 Anfragen aus dem Ruhrgebiet die Volmestadt. Broschüren und Prospekte gingen daraufhin nach Recklinghausen, Essen, Gelsenkirchen, Duisburg und Bochum.

Vor allem Kurz-Urlauber aus dem Ruhrgebiet ziehe es ins Sauerland und ebenso aus dem Kölner Raum. Das Reizvolle an der Volmestadt? „Wir haben Wanderwege über Wanderwege“, freut sich Christiane Rosenberg, die weiß: „Wandern ist Trend!“ Allein 313 Kilometer lang sei das markierte Wegenetz des SGV, in Meinerzhagen verläuft in Schallershaus nahe der Meinhardus-Schanze der Einstieg in den Sauerland-Höhenflug. „Nur Fliegen ist schöner!“, heißt es dazu in der Broschüre, in der mit „250 abwechslungsreichen Kilometern, atemberaubenden Fernsichten und hautnahem Naturerleben“ zwischen Meinerzhagen und Korbach geworben wird. Vom Hauptweg zweigen zudem markierte Rundwege ab.

Mit Wanderwegen kann Meinerzhagen punkten, im Sommer außerdem mit dem Naherholungsgebiet Listertalsperre, „und im Winter reizt die kurze Anfahrt aus dem Ruhrgebiet zum Ski fahren oder Rodeln“, weiß Christiane Rosenberg, die ebenso regelmäßig auch Anfragen von „Karnevalsflüchtlingen“ aus der Rein-Metropole erhält.

Auch in Sachen Ausflugsziele hat die Tourismus-Expertin Tipps. „Die Knochenmühle und die Kornbrennerei Krugmann sind touristisch reizvolle Angebote, Bootsfahrten auf der Bigge ebenso. Bei Sehenswürdigkeiten nenne ich immer unsere Jesus-Christus-Kirche und die Meinhardus-Schanze. Das sind auf jeden Fall Besonderheiten.“

In den letzten Jahren habe sich in Sachen Tourismus viel getan. Die Volmestadt ist in mehreren Freizeit- und Touristikverbänden vertreten. Verstärktes Interesse gebe es daher auch für Gruppenfahrten und Tagestouren. Wanderkarten und Infobroschüren über die Heimatstadt seien aber auch bei Einheimischen gefragt. Bestes Beispiel sei der Touristik-Stand der Stadt während des Aktionstags „Autofreies Volmetal“ gewesen. „Groß“ sei in Sachen Nachfrage untertrieben, berichtet Christiane Rosenberg. „Ununterbrochen war Betrieb an unserem Stand. Selbst auf Messen habe ich das noch nicht erlebt.“ Vorschläge für Radtouren und Wanderungen standen hoch im Kurs. „Es sind viele Meinerzhagener gekommen, die sich mit Wanderkarten versorgt haben. Das hat mich gefreut.“ Sehr gut „gelaufen“ seien die Rundwanderwege rund um Valbert.

Das Ebbe sei ohnehin ein Anziehungspunkt für viele Wanderer. Für Urlauber und Ausflügler hat Christiane Rosenberg darüber hinaus auch „Geheimtipps“ parat: „Wir haben mit Schloss Badinghagen immerhin auch ein Schloss, auch wenn es nicht öffentlich zugänglich ist. Und die Volmequelle ist auch ein sehr idyllisches Fleckchen.“ Für die „unternehmungslustige Damengruppe“ hatte Christiane Rosenberg übrigens ebenfalls einen Tipp: Kuhkuscheln auf dem Bergwaldhof.

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