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Umleitung trifft jetzt auch Wanderer des Höhenflugs

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Von: Jürgen Beil

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Umleitung mitten im Wald: Auf der Nordhelle verläuft der „Höhenflug“ zwischen Spinne und Kolb-Turm auf einer Ausweichstrecke.
Umleitung mitten im Wald: Auf der Nordhelle verläuft der „Höhenflug“ zwischen Spinne und Kolb-Turm auf einer Ausweichstrecke. © Jürgen Beil

Umleitungen gibt es nicht nur rund um die gesperrte Rahmedetalbrücke auf der A 45, sondern auch mitten im Wald.

Meinerzhagen – Der gravierende Unterschied: Auf der Nordhelle sorgt eine ausgeschilderte Ausweichstrecke auf dem Wanderweg nicht für Staus. Aber warum ist der Sauerland-Höhenflug zwischen Spinne und Robert-Kolb-Turm nicht mehr auf der ursprünglichen Streckenführung zu begehen?

Gefahr für Wanderer

„Dort werden vom Borkenkäfer befallene Bäume gefällt. Außerdem haben wir in einigen Gebieten brüchige Baumkronen. Das stellt eine Gefahr für Wanderer dar. Und deren Sicherheit geht einfach vor“, beschreibt Ranger Christoph Nolte die Situation.

Auf der Nordhelle betrifft die aktuelle Umleitung einen viel begangenen Bereich. „Dort führt die Umleitungs-Beschilderung die Wanderer jetzt über einen breiten Waldwirtschaftsweg, der sicher ist. Nicht mehr zu begehen ist der naturnahe Pfad auf dieser Strecke“, erläutert Nolte, der alle Spaziergänger in diesem Zusammenhang bittet, die Umleitung zu nutzen: „Alles andere wäre gefährlich.“

Auch Christoph Nolte kann nicht genau vorhersagen, wie lange die geänderte Streckenführung aufrecht erhalten werden muss: „Wir haben eine sehr dynamische Situation. Es kann durchaus zu weiteren kurzfristigen Sperrungen kommen, wenn ein Unternehmer eine Maßnahme im Wald ansetzt“, sagt Nolte. Er kann auch nicht ausschließen, dass die künftigen Streckenführungen auf dem Höhenflug identisch mit denen aus den vergangenen Jahren sind. „Ich bin in ständigem Kontakt mit dem dortigen Revierförster Markus Ingenohl und es ist klar: Was den Borkenkäfer und befallene Bestände angeht, verschieben sich die Brennpunkte immer wieder. Das alles ist bedauerlich, aber wir treffen diese Maßnahmen nicht zum Spaß, sondern um die Wanderer zu schützen.“

SGV weicht aus

Adolf Müller ist Wegewart beim SGV Meinerzhagen, dessen Mitglieder zu den eifrigsten Nutzern der heimischen Wanderwege gehören. Er kennt die Probleme auf einigen Strecken in und rund um die Volmestadt, die sich nach seiner Erfahrung wegen der Waldarbeiten oft nicht in einem guten Zustand befinden. „Betroffen sind auch südliche Bereiche wie bei Genkel oder an der Schanze. Dort sind einige Wege wirklich schlecht zu begehen.“ Müller ist allerdings zuversichtlich, dass sich das auch wieder ändern wird: „Wenn die Arbeiten beendet sind, wird das wohl ausgebessert und instandgesetzt.“

Vom Wandern lassen sich die SGVer dennoch weder durch Umleitungen nochschlechte Wege abhalten. Adolf Müller: „Wir weichen auf andere, bessere Wege aus. Die sind zwar nicht immer markiert, aber wir kennen uns ja aus.“

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