In städtischen Gebäuden wird kräftig Gas gespart

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Es gibt im Stadtgebiet zahlreiche Beispiele, dass energetische Maßnahmen an städtischen Gebäuden fruchten. Nach Auskunft von Frank Markus vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung wurde durch die Erneuerung der Heizungsanlage der Musikschule beziehungsweise des Jugendzentrums 26 Prozent weniger Gas benötigt.

Meinerzhagen - Annähernd sieben Jahre ist es her, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Meinerzhagen den Politikern des Rates einen Überblick gaben zum Energieverbrauch der städtischen Gebäude. Bei der Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am Dienstag stellte Friedrich Rothaar, Leiter des Technischen Services der Stadt, zunächst Frank Markus vor, der das Gebäudemanagement der Stadt übernommen hat.

Seit 2000 war Markus Betriebsleiter des Bauhofs, vergangenes Jahr wurde er ins Gebäudemanagement beordert. Frank Markus stellte die wichtigsten Verbräuche der stadteigenen Gebäude im Rahmen der Sitzung kurz vor.

Dabei ging es allerdings nur um den Verbrauch von Erdgas, beziehungsweise im Fall der Rinkscheider Mehrzweckhalle um den Verbrauch von Heizöl. Eines wurde bei den Ausführungen schnell klar: Eine Amortisierung ist nur in den seltensten Fällen möglich. Immerhin: Insgesamt wurde eine Einsparung von rund zwölf Prozent realisiert, was einer Leistung von rund einer Million Kilowattstunden entspricht. Lege man den derzeitigen Arbeitspreis zugrunde, so Markus, komme man auf eine jährliche Einsparung von etwa 65 000 Euro.

„Auch wenn sich das praktisch niemals rechnet, dienen diese Maßnahmen der Werterhaltung der Gebäude und dem Klimaschutz“, so Rolf Puschkarsky (SPD). Seit 2007 wurden insgesamt rund 4,3 Millionen Euro in energetische Maßnahmen investiert, etwa 20 Prozent davon mit Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II.

Dass die Stadt auf einem guten Weg sei, untermauerte Frank Markus mit verschiedenen Grafiken und Tabellen. Nur ein paar Beispiele: Durch die Erneuerung der Heizung für die Verwaltungsgebäude III und IV im Jahr 2011 wurde insgesamt eine Energieeinsparung von 30 Prozent erreicht. Ein ähnlich guter Wert wurde für das Gebäude der Musikschule/Jugendzentrum ermittelt, dort beträgt die Einsparung 26 Prozent, beim Lehrschwimmbecken beziehungsweise der Turnhalle an der Genkeler Straße wurden gar 37 Prozent an Einsparung erreicht.

Frank Markus hat in seinen Aufstellungen auch so genannte Energiekennwerte ermittelt und eine Übersicht vorgelegt, die einen Vergleich mit Mittelwerten der Energieagentur NRW erlaubt.

Der Vergleich zeige, dass die Kennwerte der städtischen Gebäude bis auf wenige Ausnahmen innerhalb des normalen, wenn nicht gar unterdurchschnittlichen Bereiches lägen. Bei den Verwaltungsgebäuden, bei den Schulen, den Hallen sowie den Feuerwehrgerätehäusern, liegen demnach die Kennwerte sehr deutlich unter dem von der Energieagentur erstellten Mittelwerten. Dennoch gebe es ein paar Ausrutscher. So die Turnhalle der Ebbeschule. Bis auf eine neue Isolierverglasung wurden dort noch keine weiteren energetischen Maßnahmen ergriffen, eine wesentliche Verbessrung erhofft sich die Verwaltung aber durch die in diesem Jahr erneuerte Heizungs- und Lüftungsanlage. Auch das Sportgebäude Am Stadion verbraucht zu viel Energie. Allerdings wird dort, ebenso wie im Gebäude auf dem Jedermannsportplatz in Valbert, das Duschwasser mit der Heizungsanlage erhitzt. Für das Gebäude am Stadion soll es im Jahr 2016 eine neue Heizungs-/Lüftungs- und Regelanlage geben.

Nach einem Einwurf von Hans-Gerd Turck (CDU), der auf das Nutzerverhalten der Sportgebäude abzielte, wolle man seitens der Verwaltung versuchen, die Nutzer stärker zu sensibilisieren. Ingolf Becker (Grüne) regte an, wie in Bergisch-Gladbach auch in Meinerzhagen über den Einsatz von „Energie-Scouts“ nachzudenken. - is

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