"Aushängeschild" RSV wünscht sich: Überdachte Tribüne, besseres Flutlicht, einen neuen Imbiss

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Eine überdachte Tribüne - so lautete ein Wunsch des RSV.

Der RSV Meinerzhagen entwickelt sich zum Aushängeschild für Meinerzhagen. Der Aufstieg in die Fußball-Oberliga ist keine Utopie mehr.

„Jede Stadt hat ihr Symbol. Und in Meinerzhagen entwickelt sich der RSV in diese Richtung. Gibt es dabei Unterstützung von der Stadt?“, wollte Raimo Benger (UWG) bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates wissen. Bürgermeister Nesselrath antwortete kurz und knapp:„Wir führen Gespräche.“ Details waren Nesselrath nicht zu entlocken.

Raimo Benger jedenfalls nutzte die Ratssitzung, um auf die enorm gestiegene Aufmerksamkeit in Sachen RSV und speziell seiner 1. Mannschaft hinzuweisen: „In Meinerzhagen gibt es ohne Zweifel viele tolle Vereine, die hervorragende Arbeit leisten. Aber mit dem RSV haben wir nun ein Aushängeschild, auf das man sehr häufig angesprochen wird, auch außerhalb von Meinerzhagen. Der Verein wird von Nuri Sahin gestützt. Und man versucht, Kooperationen mit heimischen Firmen einzugehen. Es gibt einige Baustellen, denen man sich widmen muss. Schiedsrichter monieren die Umkleiden, das Flutlicht und andere Dinge. Was hier gemacht wird, passiert häufig mit privaten Mitteln“, führte Benger aus. 

Dirk Rebein ist Vorsitzender des RSV Meinerzhagen. Er freut sich über den Vorstoß des heimischen Politikers – und er gibt Benger recht: „Das war ein sehr guter Vorstoß im Rat. Ich kann aus vielen Gesprächen bestätigen, dass der RSV wahrgenommen wird. Sogar in Bremen, wo Nuri Sahin jetzt spielt. Auch dort ist Meinerzhagen Thema. Wir sind ein Aushängeschild. Und das finde ich sehr schön, wenn meine Heimatstadt durch uns bekannter wird.“ 

Jede Münze hat zwei Seiten. Oberliga-Fußball könnte die eine sein, die für diese Spielklasse ungenügende Infrastruktur in und rund um die Heimspiel-Stätte an der Oststraße die andere. Das weiß auch Dirk Rebein. „Für die Oberliga müssten wir einiges tun.“ Und er nennt Beispiele, was angegangen werden soll, möglichst mit Hilfe von Sponsoren: „Wir möchten gern eine überdachte Tribüne realisieren. Außerdem ist die Renovierung unseres Vereinsheimes eingeplant, ebenso wie ein neuer Imbissstand. Allerdings gibt es bei diesen Projekten noch nichts Konkretes zu vermelden. Wir hoffen allerdings, noch im Mai das ein oder andere auf die Beine stellen zu können.“

Rebein weiß auch, dass die Anforderungen an Verein und Stadion in höheren Ligen steigen. Und so tut sich ein weiteres Handlungsfeld auf: Die genauen Bedingungen für die Fußball-Oberliga habe man noch nicht gecheckt. „Aber in der höheren Klasse sind andere Beleuchtungswerte für das Flutlicht vorgeschrieben. Und diesem Standard entspricht unsere Anlage nicht“, weiß der Vorsitzende. Er befasst sich auch mit einer anderen Zukunftsplanung, die allerdings viel Geld kosten würde: Ein zweiter Kunstrasen-Platz. Der könnte auf dem Gelände angelegt werden, wo sich jetzt noch der marode Ascheplatz befindet. „Das wäre schon nötig, allein zu Trainingszwecken. Dort stößt der RSV inzwischen an seine Grenzen“, berichtet Rebein. 

Die RSV-Verantwortlichen haben festgestellt, dass zu einem Heimspiel in der Westfalenliga regelmäßig etwa 400 Zuschauer kommen. Dafür würden die vorhandenen Parkplätze in Stadionnähe ausreichen, findet Rebein. Oberliga-Fußball würde wohl noch mehr Fans an die Oststraße locken – aus Meinerzhagen, der näheren Umgebung und Gäste-Anhänger. „Auch Fanbusse würden eingesetzt“, glaubt Rebein. Ob dann der vorhandene Parkraum immer noch ausreicht, auch dieser Frage werden Stadt und RSV wohl nachgehen müssen. Vorausgesetzt: Der Aufstieg gelingt.

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