Regionalentwicklung

Gemeinsam in die Zukunft

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Regionalmanagerin Susanne Neumann weiß, wie die Bewerbung um Fördergelder erfolgversprechend angegangen wird.

Meinerzhagen – „Gemeinsam sind wir stark.“ Schon vor „Corona“ erkannten fünf heimische Kommunen, dass diesem kurzen Satz eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

Kräfte bündeln war also angesagt, als es darum ging, die Region nach vorne zu bringen. Meinerzhagen, Kierspe, Herscheid, Halver und Schalksmühle schlossen sich in Sachen Regionalentwicklung – einschließlich Freizeit und Naherholung – zusammen und riefen ein gemeinsames Management dafür ins Leben. Fortan wurden beispielsweise Förderprojekte des Leader-Programmes begleitet und koordiniert. Die Regionalmanagerinnen Friederike Schriever und Susanne Neumann und der Freizeit- und Naherholungsbeauftragte Ralf Thebrath stehen als Ansprechpartner für Kommunen und Bürger zur Verfügung. Und das soll auch so bleiben, trotz der Kosten, die das gemeinsame Management verursacht.

164400 Euro im Jahr

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es dann auch um die Zukunft und da vor allem um die Nachhaltigkeit. Denn: Die drei bewährten Management-Kräfte sollen weiter für die vier Oben-an-der-Volme-Kommunen und Herscheid aktiv sein. Das kostet Geld, genau 164 400 Euro pro Jahr. Dieser Betrag, so die Meinerzhagener Verwaltung, decke „Personal-, Gemein-, Reise- und Sachkosten“ ab. Auf Nachfrage von Rolf Puschkarsky (SPD), der wissen wollte, wie sich die Summe genau zusammensetzt, erläuterte Bürgermeister Nesselrath, dass die Personalkosten den weitaus überwiegenden Anteil ausmachen.

Einstimmiges Votum

Dass die Zufriedenheit mit der Arbeit des Gremiums groß ist, bewies das Votum des Ausschusses, der folgendem Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig zustimmte: „Der Einrichtung eines Managements zur Regionalentwicklung ,Oben an der Volme’ einschließlich Freizeit- und Naherholung wird – unter dem Vorbehalt der Zustimmung auch der Kommunen Herscheid, Kierspe, Halver und Schalksmühle – zugestimmt und durch jährliche Zuschüsse an den Verein ,Regionalentwicklung Oben an der Volme’ langfristig unterstützt und abgesichert.“

Eventuell gibt's Fördergelder

Ob zumindest ein Teil der Kosten mit Fördermitteln gedeckt werden kann, ist derzeit noch unklar. Es gebe Bestrebungen, künftig auch fest eingestelltes Personal in die förderfähigen Kosten einzubeziehen, teilt die Meinerzhagener Verwaltung dazu mit. Und welche Kosten würden auf die größte Stadt an der oberen Volme zukommen? „Ohne Refinanzierung und unter dem Vorbehalt, dass alle fünf Kommunen teilnehmen, würde sich für Meinerzhagen ab dem Jahr 2023 eine Kostenbeteiligung als Zuschuss an den Verein ,Regionalentwicklung Oben an der Volme’ von jährlich rund 33 000 Euro ergeben“, ist in der Sitzungsvorlage nachzulesen.

Großer Beitrag für Kommunen

Dass die Meinerzhagener Verwaltung und Politik die Arbeit der drei „Regionalentwickler“ für sehr wichtig hält, wurde im Haupt- und Finanzausschuss deutlich: „Bereits heute zeichnet sich ab, dass durch die Arbeit sowohl der Regionalmanagerinnen als auch des Freizeit- und Naherholungsbeauftragten ein großer Beitrag für die Kommunen geleistet wird und diese Stellen nachhaltig angelegt sein sollten, um die begonnenen Entwicklungen fortsetzen, ausbauen und langfristig sicherstellen zu können“, schreibt die Verwaltung.

Leistungen langfristig sichern

Deshalb solle man die erbrachten Leistungen beziehungsweise Personalkapazitäten langfristig sichern und seitens der fünf beteiligten Kommunen entsprechend finanziell unterstützen. Und das gerade im Hinblick auf die Bewerbung zur Regionale 2025 mit den Nachbarkommunen Herscheid, Kierspe, Halver und Schalksmühle sowie einer möglichen Bewerbung zur nächsten Leader-Förderperiode.

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